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© Lela Ahmadzai /GfHF, Aus Der Serie „Die Unbeugsamen“

Einzelausstellung

Die Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF) und der
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus (FkWBH) zeigen:

»Die Unbeugsamen: Vier Frauen in Kabul«

Lela Ahmadzai

Eröffnung: Dienstag, 24. November 2015, 19.30h
Ausstellung: 25.
November 2015 – 24. Januar 2016
Kuratiert von Gisela Kayser und Katharina Mouratidi
Künstlergespräch: Donnerstag, 21. Januar 2016, 17h
mit Lela Ahmadzai und den Kuratorinnen Gisela Kayser and Katharina Mouratidi
Öffnungszeiten
Di-So 12-18h
Eintritt frei, Ausweis erforderlich
Die Ausstellung ist am 26. und 27.11., vom 24. bis 26.12., sowie am 31.12.2015 und 1.1.2016 geschlossen.

Beschreibung

Krisenherde auf der ganzen Welt beschäftigen jeden Tag die Medien. Auch die unsichere Lage in Afghanistan produziert regelmäßig Schlagzeilen. Das ganze Land und selbst die Hauptstadt Kabul werden immer wieder zum Schauplatz von brutalen Anschlägen durch radikale Kräfte. Zielscheibe sind dabei gezielt auch Frauen, die für ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit streiten. Was es für sie bedeutet, in solch einem Land zu leben und sich dort eine Existenz aufzubauen, beschäftigt die preisgekrönte Fotografin und Multimedia-Journalistin Lela Ahmadazi als gebürtige Afghanin seit langem.

Mit ihren Fotografien und Multimedia-Filmen beleuchtet Lela Ahmadzai das Leben von vier afghanischen Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten: eine Parlamentsabgeordnete aus der Upperclass, eine einfach Bäckerin, eine aktive Polizistin und Filmproduzentin sowie eine Schauspielerin und Sängerin. In eindrucksvollen Porträts erzählt Lela Ahmadzai von dem schmalen Grat zwischen Selbstbestimmung und Rollenzuweisung, auf dem die Frauen balancieren. Sie veranschaulicht, wie hartnäckig und stark jede einzelne Frau in Afghanistan sein muss, wie sehr sie – oft unter Gefahr für Leib und Leben – um ihre Freiheit kämpfen muss, um ihren Lebensentwurf zu verwirklichen und nicht hinter den Mauern eines Hauses zu verschwinden. Nach Abzug der internationalen Truppen, fürchten jedoch viele von ihnen, ein erneutes Erstarken der radikal fundamentalistischen Taliban und den Verlust der erkämpften Freiheit.

In faszinierenden Bildern präsentiert Lela Ahmadzai ein vielschichtiges Porträt dieser Frauen und vermittelt intime Einblicke in ihr tägliches Leben. Dabei experimentiert sie mit innovativen zeitgenössischen Formaten und erreicht auf diese Weise eine ebenso persönliche wie künstlerische Annäherung an die Porträtierten. Im Wechselspiel zwischen Fotografien und bewegten Bildern multimedialer Kurzfilme entstehen mannigfaltige Assoziationsräume: Die fotografischen Porträts zeigen die vier Frauen in ihrer ganzen Individualität und laden zum Eintauchen in ihr Leben ein. Bilder von der weiten rauen Landschaft Afghanistans bilden den atmosphärischen Rahmen für die Porträts. Auf diese Weise entsteht ein poetisch dichtes Zeitdokument, das den Blick auf das aktuelle Afghanistan lenkt: ein Land der starken Frauen, die unbeugsam für ihre Rechte und ihre Freiheit kämpfen.

Lela Ahmadzai ist eine Fotografin und Multimedia-Journalistin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. 1975 in Kabul geboren und in Afghanistan aufgewachsen, wanderte sie mit 17 Jahren nach Deutschland aus und machte an der Fachhochschule Hannover ihren Master in Design und Medien mit Schwerpunkt Dokumentarfotografie. Seit 2003 kehrt sie immer wieder in ihr Heimatland zurück und porträtiert die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen dort. Viele ihrer Arbeiten sind auf mehrere Jahre angelegte Langzeitprojekte und setzen sich mit der Situation der afghanischen Frauen auseinander. Lela Ahmadzai ist Multimedia-Produzentin bei 2470media.com. Ihre Arbeiten wurden in renommierten Zeitungen und Magazinen wie Spiegel, Stern, Der Standard, International Courrier und Los Angeles Times veröffentlicht sowie mit einem 2. Platz des World Press Photo Awards in der Kategorie Kurzfilmfeature und einem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Die Ausstellung wird gefördert von: ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, VG-Bildkunst, medica mondiale, Hypo- Kulturstiftung. Technische Unterstützung: Verwaltungsgesellschaft Bürohaus Berlin mbH.

Die Gesellschaft für Humanistische Fotografie (GfHF) wurde 2006 gegründet, sie fördert engagierte Autorenfotografie, die sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. In Ausstellungen, die sie in Kooperation mit Museen und Kulturinstitutionen im In- und Ausland realisiert, präsentiert sie die Arbeiten renommierter und aufstrebender zeitgenössischer Fotografinnen und Fotografen.

Parallel zu dieser Ausstellung wird auch die Ausstellung »GELIEBTES AFGHANISTAN – Fotografien von Anja Niedringhaus« eröffnet.

Event Details

© Lela Ahmadzai /GfHF, aus der Serie „Die Unbeugsamen“
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Stresemannstraße 28, 10963 Berlin, Germany

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