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Gruppenausstellung

»All Tomorrow’s Ruins«

Thibault Brunet, Lee Maelzer & Tracey Snelling

Kuratiert von Sonia Voss

Künstler waren schon immer von Ruinen fasziniert. Als Spuren einer vergangenen Zeit erinnern sie daran, dass auch unser Arbeitsprodukt zur Ruine werden soll. Ruinen sind eine Quelle sowohl für die Interpretation unserer Geschichte als auch für die Vorstellung unserer Zukunft. Die drei präsentierten Künstler*innen rücken die Ruine in den Mittelpunkt ihrer Arbeit, fokussieren sich auf ihre Entstehung und Entwicklung und schöpfen aus der allgegenwärtigen Bilderflut in Online-Nachrichten, Magazinen und Filmen. Auf dem Weg zum Selbstverschwinden lassen diese Bilder so neue Formen entstehen, an der Grenze zwischen Fotografie und anderen Medien.

Brunets Boîte Noire ist eine Reihe von Renderings – auf Papier und Wandteppichen – die aus einem 3D-Raum stammen, der aus Tausenden von Internetbildern von Ruinen aus dem Krieg in Syrien modelliert wurde. Die Collagen von Maelzer präsentieren apokalyptische und lyrische Visionen – futuristische Hypothesen, die aus verschiedenen Spuren die wir in Städten, in der Natur und sogar im Weltraum hinterlassen, zusammengesetzt sind. In ihren Installationen stellt Snelling Teile der chinesischen Städte Chongqing und Yangzhou sowie des urbanen Dorfes Caochangdi nach, mit modernen Hochhäusern und provisorischen Unterkünften, die vor ebenso grellen wie vergänglichen Bildern überquellen.(Sonia Voss)

Begleitprogramm

Samstag, 9. Okt 2021, 14 – 22 Uhr
Vernissage
Mit Kuratorinnenführung (auf Englisch) um 16 Uhr.
Alle Künstler:Innen werden anwesend sein.

Sonntag, 31. Okt 2021, 14 – 18 Uhr
Soft Finissage
Mit Kuratorinnenführung (auf Englisch) um 16 Uhr.
Tracey Snelling wird anwesend sein.

Biografien

Thibault Brunet mit Sitz in Paris hat eine Praxis entwickelt, die auf realen und imaginären Topographien und virtuell erzeugten Bildern basiert und dabei Technologien wie 3D-Scanner, Computersoftware und Videospiele verwendet. Brunet absolvierte die Paul Valéry University in Montpellier und die Nîmes Art Academy. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen in Frankreich, Luxemburg, der Schweiz, Spanien und Deutschland (EMOP Berlin 2012) sowie in Gruppenausstellungen u.a. im Centre Pompidou, Paris und der Spinnerei, Leipzig präsentiert. Er ist Gewinner des MAD/ADAGP Artist Book Revelation Award 2019, des Photo London John Kobal Residency Award 2016, des PMU/Le Bal Carte Blanche Award 2014, des FOAM Talent Award 2013 und des BNF Bourse du Talent Award 2012. Er war Teil der Ausgabe 2011 von reGeneration2 im Musée de l’Élysée in Lausanne. Während einer Residency am Institut Français in New York begann Brunet seine Serie Boîte Noire, in der er aus Online-Medienfotos der Kriegsruinen in Syrien einen virtuellen 3D-Raum schuf.

Lee Maelzer ist eine in London lebende Künstlerin. Ihre Praxis reicht von Malerei bis hin zu Collagen aus gefundenen Fotografien, die unheimliche Umgebungen und Situationen evozieren und oft Fragen nach der Spannung zwischen Natur und urbaner Umgebung aufwerfen. Maelzer studierte am Central St Martins College of Art and Design und am Royal College of Art in London. Seit 2005 hatte sie neun Einzelausstellungen in Großbritannien und hat international in zahlreichen Gruppenausstellungen ausgestellt. Sie hat auch mehrere Ausstellungen in Londoner Galerien kuratiert. Sie erhielt den Bryan Robertson Trust Award 2019, das Abbey Fellowship 2004 an der British School at Rome, nahm zweimal an Bloomberg ARTFutures teil sowie an mehreren Residenzprogrammen in Europa, Tunesien, Mexiko und den USA. Ihre Arbeit wurde in The Age of Collage 3 (Gestalten Books) vorgestellt. Maelzer ist neben anderen akademischen Positionen Senior Lecturer in Fine Art an der University of East London.

Tracey Snelling ist eine amerikanische Künstlerin, die in Berlin lebt und arbeitet. Durch den Einsatz von Skulptur, Fotografie, Video und großformatiger Installation vermittelt sie einen persönlichen Eindruck von einem Ort, seinen Menschen und deren Erfahrungen. Snelling hat in internationalen Museen und Institutionen ausgestellt und hatte Einzelausstellungen in den USA sowie in China, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und Italien. Sie erhielt das Joan Mitchell Painters and Sculptors Grant (2015), ein Fellowship am Institute for the Humanities der University of Michigan (2017), eine Artist Residency im Künstlerhaus Bethanien in Berlin (2017/2018) und den Foundwork Art Prize (2020). Sie produzierte Auftragsarbeiten für das Historische Museum Frankfurt und Facebook in Kalifornien. Ihre Installation Shanghai/Chongqing Hot Pot/Mixtape wurde im Arsenale der Biennale Venedig 2019 und ihr Mäusebunker im UIAV während der Architekturbiennale Venedig 2020 präsentiert.

Villa Heike

9. — 31. Okt 2021
Vernissage: Sa, 9. Okt, 14 – 22 Uhr,
+ Begleitprogramm: bitte siehe oben

Freienwalder Str. 17, 13055 Berlin
[Ortsteil: Alt-Hohenschönhausen | Bezirk: Lichtenberg]

Öffnungszeiten: Mi – So 14 – 18 Uhr, und nach Vereinbarung: gro.e1638154491kieha1638154491lliv@1638154491tsop1638154491

Eintritt frei

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