Gruppenausstellung

»Berlin, 1945–2000: A Photographic Subject«

Kuratiert von Dr. Candice M. Hamelin

Wilfried Bauer, Sibylle Bergemann, Kurt Buchwald, Gundula Schulze-Eldowy, Arno Fischer, Nan Goldin, Herbert Hensky, Max Jacoby, Karl-Ludwig Lange, Will McBride, Rudi Meisel, Roger Melis, Evelyn Richter, Andreas Rost, Michael Schmidt, Maria Sewcz, Michael Wesely, Anno Wilms, Lothar Winkler, Ulrich Wüst, Werner Zellien, Harf Zimmermann, Miron Zownir

Besuche mit Zeitfenstertickets!
Zeitfenstertickets können ausschließlich online erworben werden, nicht vor Ort!
Aktuelle (erweiterte) Öffnungszeiten:
Mo – Mi 10 – 18 Uhr, Do & Fr 16 – 20 Uhr, Sa & So & feiertags 11 – 20 Uhr

Die Stiftung Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst präsentiert vom 18. September 2020 bis 24. Januar 2021 30. Mai 2021 die von Candice M. Hamelin kuratierte Ausstellung »Berlin, 1945–2000: A Photographic Subject«.

Die Ausstellung untersucht, auf welche Weise deutsche und internationale Fotograf*innen Berlin zwischen den unmittelbaren Nachkriegsjahren und dem Ende des 20. Jahrhunderts fotografierten. Sie umfasst Fotografien und Fotoserien von 23 Fotograf*innen, die Berlin zu ihrem Sujet und mitunter auch zur Inspiration für ihr Werk gemacht haben. Ihre Aufnahmen, die den Genres der Street-, Architektur-, Portrait- sowie der subjektiven, konzeptuellen und experimentellen Fotografie angehören und für Zeitschriften, Fotobücher, Abschlussarbeiten, künstlerische Zwecke oder den Privatgebrauch entstanden, lenken die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen fotografischen Praktiken, die in Berlin florierten, sowie auf die gewaltigen sozialen, kulturellen und politischen Veränderungen, welche die Stadt in 55 Jahren durchgemacht hat.

Die Ausstellung, die über 200 Werke umfasst, von denen einige noch nie zuvor öffentlich gezeigt wurden, hebt verschiedene Stimmen und künstlerische Interessen oder Intentionen hervor und präsentiert sehr unterschiedliche Weisen, wie man Berlin zwischen 1945 und 2000 sehen und fotografieren oder in der Stadt leben konnte. Dank ihres gemeinsamen Themas – eine Stadt, die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs zerstört und anschließend geteilt wurde – schildern diese fotografischen Arbeiten die Schäden, die Berlin während des Krieges erlitt, die kollektiven Bemühungen der Trümmerfrauen in der unmittelbaren Nachkriegszeit sowie den Bau und späteren Fall der Berliner Mauer. Neben diesen und anderen historischen Momenten dokumentieren und veranschaulichen sie das Alltagsleben in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre und in den 1950ern; den Bauboom im östlichen und westlichen Teil der Stadt in den 1960er und 1970er Jahren; die Subkulturen der späten 1970er und 1980er, die auf beiden Seiten der politischen Grenze in Erscheinung traten und fotografiert wurden; die Lebensweisen, die inzwischen entweder verschwunden sind oder sich erst nach dem Mauerfall entwickelten und letztlich die großen städtebaulichen Projekte, durch die nach der deutschen Wiedervereinigung allmählich einige der Ruinen und Brachen der Stadt ersetzt und aufgefüllt wurden. Schließlich stellen die Fotografien kritische Fragen hinsichtlich der Wahrnehmung und des fotografischen Prozesses, indem sie diverse Sichtweisen einer Stadt bieten, die im untersuchten Zeitraum nicht nur zweimal wiederaufgebaut wurde, sondern trotz, oder vielleicht auch wegen, der von ihr durchgemachten Veränderungen nach wie vor eines der kulturellen Zentren Europas ist.

»Berlin, 1945–2000: A Photographic Subject« zeigt Werke von Wilfried Bauer, Sibylle Bergemann, Kurt Buchwald, Arno Fischer, Nan Goldin, Herbert Hensky, Max Jacoby, Karl-Ludwig Lange, Will McBride, Rudi Meisel, Roger Melis, Evelyn Richter, Andreas Rost, Michael Schmidt, Maria Sewcz, Michael Wesely, Anno Wilms, Lothar Winkler, Werner Zellien, Harf Zimmermann und Miron Zownir. Außerdem umfasst sie einen 26-minütigen Film von Gundula Schulze-Eldowy und ein Leporello mit 108 Fotografien von Ulrich Wüst.

Candice M. Hamelin erhielt ihren MA in Bildender Kunst von der University of Toronto und ihren PhD in Kunstgeschichte von der University of Michigan. Nach der Verteidigung ihrer Dissertation, Behind Immaterial and Material Divides: East German Photography, 1949-1989, trat sie ihr Postdoc-Stipendium an der Freien Universität Berlin im Rahmen des Berlin Program for Advanced German and European Studies sowie ihr Stipendium des Getty Research Institute an und lebte zunächst in Berlin und später in Los Angeles. Candice M. Hamelin hat umfassend über ostdeutsche Kunstfotografie publiziert und erhielt zahlreiche Stipendien und Förderungen, unter anderem vom Institute for the Humanities an der University of Michigan und vom Social Sciences and Humanities Research Council of Canada. Sie begann ihre kuratorische Praxis als Mentee von Barbara Fischer an der University of Toronto und kuratierte Ausstellungen in Toronto, New York und Los Angeles. »Berlin, 1945–2000: A Photographic Subject« ist ihre erste Ausstellung in den Reinbeckhallen.

Begleitprogramm

Begleitend zur Ausstellung werden im Oktober, anlässlich des European Month of Photography 2020, wöchentlich Kuratorinnenführungen mit Dr. Candice M. Hamelin angeboten – abwechselnd auf Englisch und Deutsch und immer freitags um 19 Uhr. Dauer der Führungen: ca. 45 Minuten.
Termine:
Führungen auf Deutsch: 9. & 23. Oktober 2020
Führungen auf Englisch: 2. & 16. & 30. Oktober 2020
Weitere Informationen | Führungs-Tickets (€ 15 inkl. Eintritt)

Donnerstag, 22. Okt 2020, 19 Uhr > ENTFALLEN aufgrund von Covid-19.
Podiumsdiskussion
Am 22. Oktober 2020 um 19 Uhr laden wir zur Podiumsdiskussion »Berlin, 1945–2000: Gender as a Subject« ein. Künstler*innen, Kurator*innen und andere Fachleute aus dem Bereich der bildenden Kunst werden das Thema Geschlechterungleichheit in der Fotografie, von den unmittelbaren Nachkriegsjahren bis heute, diskutieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Donnerstag, 26. November 2020, 19 Uhr
Künstler*innengespräch > Übertragung via Livestream auf YouTube
Fotografin Maria Sewcz & Fotograf Miron Zownir diskutiert gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Candice M. Hamelin über Fotografie in Berlin in den 1980ern.  Das Gespräch wird auf Deutsch stattfinden. Es findet ohne Publikum statt und wird per Livestream auf YouTube übertragen. Für die Teilnahme an dieser Online-Übertragung des Gesprächs bitten wir um vorherige Anmeldung unter ed.ne1618083891llahk1618083891cebni1618083891er-gn1618083891utfit1618083891s@ofn1618083891i1618083891 
Details
Künstlergespräch jetzt auf YouTube ansehen!

Donnerstag, 10. Dez 2020, 19 Uhr > VERSCHOBEN auf Frühjahr 2021, genauer Termin folgt.
Künstlergespräch
Artist Talk mit den Fotografen Andreas Rost und  Piotr Nathan sowie der Kuratorin Dr. Candice M. Hamelin. Das Gespräch wird auf Deutsch stattfinden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung erforderlich per E-Mail an ed.ne1618083891llahk1618083891cebni1618083891er-gn1618083891utfit1618083891s@ofn1618083891i1618083891

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2020
1. — 31. Okt 2020
Stiftung Reinbeckhallen Sammlung Für Gegenwartskunst
Stiftung Reinbeckhallen Sammlung Für Gegenwartskunst

18. Sep 2020 — 24. Jan verlängert bis 30. Mai 2021
Begleitprogramm: bitte siehe oben

Reinbeckstraße 17, 12459 Berlin
[Ortsteil: Oberschöneweide | Bezirk: Treptow-Köpenick]

Öffnungszeiten: Do & Fr 16 – 20 Uhr, Sa & So & feiertags 11 – 20 Uhr
Erweiterte Öffnungszeiten:
Mo – Mi 10 – 18 Uhr, Do & Fr 16 – 20 Uhr, Sa & So & feiertags 11 – 20 Uhr

Eintritt: 9 € / ermäßigt 4 €; Donnerstags ab 18 Uhr Eintritt frei.
Zeitfenstertickets können ausschließlich online erworben werden, nicht vor Ort!

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