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Gruppenausstellung

»DREIZEHN«

Abschlussausstellung der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin

Eneas Bohatsch, Marie Capesius, Matthias Durynek, Clemens Fischer, Valentin Fischer, Jasper Kettner, Johannes Kleinert, Nicola Ihde, Jakob Lange, Marco Leitermann, Lena Maria Loose, Valeria Mayer, Claudia Neubert, Lara Ohl, Adrian Rheinländer, Laura Schleder, Stefanie Schnuerch, Hannah Schönwald, Nikolaus Stein, Anna Szkoda, Maximilian Teucher, Mika Völker

Mit der diesjährigen Ausstellung DREIZEHN reiht sich die aktuelle Abschlussklasse der Ostkreuzschule in die Tradition der renommierten Berliner Ausbildungsinstitution für Fotografie ein.

Die 22 Absolvierenden, die von den Dozenten Sibylle Fendt, Göran Gnaudschun und Ludwig Rauch betreut wurden, präsentieren in diesem Rahmen ihre fotografischen Arbeiten und eröffnen damit einen Ausblick auf die Tendenzen zeitgenössischer Fotografie.

Das Spektrum reicht von der klassischen sozialdokumentarischen Reportage bis hin zur konzeptuellen, multimedialen Serie. Thematisch wird eine große Bandbreite an aktuellen, gesellschaftlichen Inhalten beleuchtet:
Die Studierenden beschäftigen sich u.a. mit der autoaffinen Jugendsubkultur in Norwegen, LSBTI-Geflüchteten und Nudistencamps in Spanien oder sie setzen sich mit Fragen nach Identität und Sinnsuche in subjektiven Serien auseinander.

KLASSE SIBYLLE FENDT:
Jasper Kettner, Johannes Kleinert, Valeria Mayer, Lara Sophie Ohl

KLASSE GÖRAN GNAUDSCHUN:

Eneas Bohatsch, Marie Capesius, Matthias Durynek, Clemens Fischer, Valentin Fischer, Nicola Ihde, Jakob Lange, Marco Leitermann, Laura Schleder, Hannah Schönwald

KLASSE LUDWIG RAUCH:
Lena Maria Loose, Claudia Neubert, Adrian Rheinländer, Stefanie Schnuerch, Nikolaus Stein, Anna Szkoda, Maximilian Teucher, Mika Völker

Begleitprogramm

Die Ausstellung wird durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion des Ostkreuz-Vereins, Konzerten, Führungen mit dem Fotohistoriker Dr. Enno Kaufhold und der Bildredakteurin und Visual Historian Miriam Zlobinski, sowie einem Filmscreening ergänzt.

Freitag, 27. Sep 2019, 19 Uhr – Samstag 28. Sep 04:00 Uhr, Eintritt frei
Vernissage
Rede: Ingo Taubhorn (Kurator, Haus der Photographie, Deichtorhallen).
Mit anschließender Party mit Dj Sets von Gurr, Dj Gigola, Menki und Ray Kandinsky.
Facebook Event

Sonntag, 29. Sep 2019
15:00 Uhr – 17:00 Uhr, 3-5 € Spende: Führung mit Dr. Enno Kaufhold (Fotohistoriker).
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18:00 Uhr – 21:00 Uhr, 8 € / ermäßigt 5 €: Podiumsdiskussion mit OSTKREUZ – Verein für Fotografie e.V.
Facebook Event

Donnerstag, 3. Okt 2019, 19:00 Uhr – 23:00 Uhr, 5 € / ermäßigt 3 €
Filmscreening „Radfahrer“ (2008) von Marc Thümmler, anschließendes Q&A mit Harald Hauswald und Marc Thümmler.
Facebook Event

Freitag, 4. Okt 2019, 17:00 Uhr – 18:00 Uhr, 3-5 € Spende
Führung mit Miriam Zlobinski (Visual Historian, Bildredakteurin).
Facebook Event

Sonntag, 6. Okt 2019, 18:00 Uhr – Montag 7. Okt 03:00 Uhr, Eintritt frei
Finissage, mit anschließender Feier mit Liveact Emil Schwarz & Albrecht Mainz (Isolation Berlin) & im Anschluss DJs.
Facebook Event

Für weitere Details besuche die Ausstellungswebsite & Jahrgang 13 auf Instagram und Facebook!

DIE ARBEITEN DER ABSOLVENT*INNEN IM ÜBERBLICK

KLASSE SIBYLLE FENDT:

Jasper Kettner & Ibrahim Arslan, Die Angehörigen
„Die Angehörigen“ zeigt Menschen, die mit dem Verlust ihrer Familienmitglieder oder Freunde durch rassistische Gewalt leben, die durch Unsicherheit und eingeschränkte Ermittlungen leiden, die selbst verdächtig wurden, die um Anerkennung ihrer Opfer als solche politisch motivierter Gewalt kämpfen.
Seit der Wiedervereinigung 1990 sind in Deutschland laut Bundesregierung 83 Menschen durch rechte Gewalt ums Leben gekommen. Für den selben Zeitraum dokumentieren Journalisten der Zeit und des Tagesspiegel 169 Todesfälle und 61 Verdachtsfälle, während die Amadeu Antonio Stiftung 194 Todesopfer und 12 Verdachtsfälle nennt. Für die Todesopfer rechter Gewalt aus der Zeit vor 1990 gibt keine Statistik.
www.jasperkettner.de

Johannes Kleinert, Nacht Tage
Eine Portraitarbeit über Menschen aus Techno-, Fetisch- und Swingerclubs.

Valeria Mayer, Haram
Im Islam belegt der Begriff „Haram“, gelesen als Adjektiv, Handlungen, die nach dem islamischen Recht „verboten“ sind. So herrscht neben dem Islam eine spürbare Übereinkunft in dem Verfahren gegen Homosexualität in den Ländern, die man als arabische Welt begreift. „Haram“ widmet sich hier arabischen Flüchtlingen, die Bedrohung und massive Freiheitseinschränkungen erfahren haben, weil sie durch ihre Sexualität und/oder Geschlechtsidentität nicht in die patriarchalische Gesellschaftsstruktur passen.

Lara Ohl, the boarders
Internate sollen in Großbritannien privilegierten Schüler*innen die bestmögliche Bildung gewährleisten; zugleich formen sie exklusive, von Leistungsdruck und äußeren Erwartungen geprägte Gemeinschaften. In der Arbeit „the boarders“ erforscht Lara Ohl wie junges Leben in Internaten unter den Leitwerten von Tradition, Zusammenhalt, Prestige und Erfolg stattfindet und die Schüler*innen prägt. Sichtbar werden sowohl jugendliche Individualität sowie eine vom Internat auferlegte Rolle.
www.laraohl.com

KLASSE GÖRAN GNAUDSCHUN:

Eneas Bohatsch, Zehn Riesen
In der Arbeit „Zehn Riesen“ begibt sich der Fotograf Eneas Bohatsch auf eine persönliche Spurensuche nach den märchenhaften und mystischen Begegnungen der Nacht.
@eneasdominik

Marie Capesius, HELIOPOLIS
Anfang der 30er Jahre wurde auf der im französischen Mittelmeerraum gelegenen Insel “Île du Levant” das erste Naturistendorf in Europa, „Heliopolis“, gegründet. Ab Mitte der 50er besetzte das französische Militär 90 Prozent der Insel. Die umzäunte Militärbasis dient bis heute als aktive Raketenteststation. Die Fotografin begegnet den Bewohnern sowie der Magie des Ortes und reflektiert über den Anschein des Paradieses.
www.mariecapesius.com

Matthias Durynek, Landschaft
Die Natur als Ursprung und Grundlage der Kunst zu sehen ist ein seit der Renaissance in der Kunsttheorie verhandelter Topos. Auf eine Weise, die an die Tradition der Landschaftsmalerei denken lässt, zeigt Matthias Durynek Ansichten mitteleuropäischer Naturszenarien. Durch die Nutzung diverser digitaler Medien wird die Serie in der Gegenwart verwurzelt; diese Aktualität, die Zeitlosigkeit des Motivs und die historische Referenz treten so in ein produktives Verhältnis, das eine Neuinterpretation der Sujets erlaubt.
@matt.dury

Clemens Fischer, Then I met you
Wie bildet sich unser „Sein“? Wie beständig ist es? Zerfällt es und setzt sich von Neuem zusammen? Mit diesen Fragen setzt sich Clemens Fischer visuell auseinander. Der Ursprung dieser Suche geht auf das Bild und damit auch auf das Medium der Fotografie selbst zurück. Als Experiment angelegt, bleibt diese Arbeit dem Betrachter zunächst eine Antwort schuldig. Vielmehr ist der Weg das Ziel und die Fragestellung das Erkenntnisinteresse – Lässt sich die Komplexität unseres Daseins durch Wissenschaft und Logik erklären oder bleibt sie ein Rätsel?
www.clemensfischer.info

Valentin Fischer, Casa del Passion
Ob auf der Straße, am Strand oder im Stadion: In Casablanca gibt es keinen Quadratmeter auf dem nicht Fußball gespielt wird. Valentin Fischer zeichnet anhand des großen Fußballclubs Wydad, zu Deutsch „Liebe“, das Bild einer Welt junger Menschen in der es um mehr geht als Sport: Es geht um Gemeinschaft, Begeisterung und Hoffnung.
@valentinfschr

Nicola Ihde, YOU YOU YOU YOU ME ME ME
Ein Raum, der noch nicht völlig erforscht ist, noch nicht kartographiert. Fragen um Sexualität, die Bedeutung der eigenen Weiblichkeit und Verlangen, die Suche nach Halt und Intimität, das Gewicht und wie viel wiegt eigentlich Identität? Was alles ist versteckt, was liegt offen dar, aber muss verstanden werden, was tun mit diesen seltsamen, unklaren Flecken auf dem Laken?
www.nicolaihde.com

Jakob Lange, Irrwachen
Jakob Lange möchte in und durch seine Arbeiten neue Räume erschaffen. Zufluchtsorte, die erst auf den zweiten Erblick ihre mehrschichtigen Geheimnisse Preis geben – der Betrachter oszilliert so zwischen Realität und Fiktion, zwischen Nähe und Distanz. Lange bleibt in seinen Arbeiten bewusst indifferent gegenüber festen Definitionen und schafft so eine atmosphärische Dichte, die frei von gängigen Ästhetizismen und klassisch erzählenden Elementen, eine vollkommen neue Betrachtung auf die Innen- und Außenwelt, zulässt. 
– Friederike Steinert

www.jakoblange.info

Marco Leitermann, Goldgrube
In seiner Serie „Goldgrube“ geht Marco Leitermann mit deutschen Nachwuchs-Bands auf Tour, lebt ihren Alltag mit, schläft gemeinsam mit ihnen auf Matratzen von Veranstaltern und trinkt auch das ein oder andere Backstage-Bier. Auf wochenlangen Touren fängt er dabei ein, was die Lebensrealität von jungen Bands heute ausmacht. Die einzige Konstante: Am Abend wird Musik gespielt. Alles andere ändert sich, findet aber auch immer wieder aufs Neue statt.
www.marcoleitermann.com

Laura Schleder, Zona Naturista
„Zona Naturista“ dokumentiert das Dorf Vera, einen Hotspot der Nudistenszene in Almeria, Spanien. Über zwei Jahre hinweg wurden FKKler*innen zwischen Clubhotels und Swingerclubs, Bars und dem Strand von Laura Schleder portraitiert.
www.laura-schleder.de

Hannah Schönwald, Memory foam
Die Arbeit „Memory foam“ konstruiert ein persönliches, assoziatives Erinnerungsnetz und schickt den Betrachter aus der Vergangenheit in die Gegenwart – und wieder zurück, sodass sich die Zeitebenen nahezu auflösen. Die Bilder, sei es gefunden oder selbst inszeniert, springen zwischen persönlicher Erinnerung und kollektivem Gedächtnis hin und her.
www.hannahschoenwald.com


KLASSE LUDWIG RAUCH:

Lena Maria Loose, BUCHT
„BUCHT“ ist eine Arbeit über Freiraum und städtischen Wandel. Lena Maria
Loose erzählt von Menschen, die in der Rummelsburger Bucht in Berlin ein
ungewöhnliches Zuhause zu Wasser oder an Land fanden, für das in den
Bebauungsplänen der Stadt kein Platz mehr bleibt.
www.lenamarialoose.eu

Claudia Neubert, Råne
Mit Claudia Neuberts Bildern der Serie „Råne“ lässt sich in die vielfältigen sozialen Dimensionen und Dynamiken einer im ländlichen Norwegen weit verbreiteten Jugendsubkultur auf Rädern eintauchen.
ten.o1576149037etsop1576149037@c_tr1576149037ebuen1576149037

Adrian Rheinländer, Ästhetik des Scheiterns
Adrian Rheinländer beschäftigt sich in der Arbeit „Ästhetik des Scheiterns“ mit der Manifestation menschlicher Fehlschläge, die der Mensch in der Landschaft zurücklässt. Gezeigt werden Bauwerke, die von ihrem einstigen Ideal abweichen und als Monumente des Scheiterns begriffen werden können. Die Arbeit hinterfragt das im deutschen Kulturkreis überwiegend negative Verständnis des Scheiterns und beleuchtet das Wechselspiel von Erfolg und Misserfolg menschlichen Handelns.
www.adrianrheinlaender.com

Stefanie Schnuerch, HALLEL
In der Arbeit „Hallel“ von Stefanie Petra Schnuerch steht das 9- Jährige Mädchen Hallel im Mittelpunkt, ihre Familie und örtliches Umfeld. Die Familie wohnt im Bezirk Kiryat Moshe in Jerusalem und gehört der jüdisch zionistischen Glaubensgruppe der Chareidi Leumi an. Die Mutter stammt ursprünglich aus England, der Vater ist gebürtiger Amerikaner. Die Kinder – alle in Israel geboren – werden dort in jüdischer zionistischer Tradition erzogen.

Nikolaus Stein, graal
§ 1922, gesamtrechtsnachfolge
(1) mit dem tode einer person (erbfall) geht deren vermögen (erbschaft) als ganzes auf eine oder mehrere andere personen (erben) über.
§ 1923, erbfähigkeit
(1) erbe kann nur werden, wer zur zeit des erbfalls lebt.
(2) wer zur zeit des erbfalls noch nicht lebte, aber bereits gezeugt war, gilt als vor dem erbfall geboren.
www.nikolausstein.de

Anna Szkoda, Sirius
Wie Scheherazade sich Nacht für Nacht Geschichten ausdenkt, um ihr Leben zu retten, so lügt ein junger Mann nächtelang ins Telefon, um ein Leben zu nehmen. Aus prosaischen Gründen missglückt der geplante (Selbst-) Mord und der “Siriusfall” erlangt Berühmtheit im deutschen Strafrecht. Wo sonst die Fotografie ein verlässliches Medium zur Feststellung des kriminellen Sachverhalts ist, umschreibt Anna Szkoda märchenhaft die unfeststellbaren Grenzen zwischen Erzählen und Verbrechen: Kann in einer Welt der Manipulation die Kamera mehr sein als eine Komplizin, die Trugbilder festhält?
www.annaszkoda.com

Maximilian Teucher, Tage wie Asphalt
Es ist eine Suche, nicht nach dem Außergewöhnlichen, sondern nach dem völlig Alltäglichen. Kleine Momente, Einzelheiten und Trivialitäten, die eine oft übersehene Faszination in sich tragen werden zum Motiv. So hält der Fotograf Szenen fest, die dem Betrachter bekannt und vertraut vorkommen, bis er durch die Fotografien nun bewusst auf diese Momente aufmerksam gemacht und hineingezogen wird.
www.maximilianteucher.com

Mika Völker, Sisu
„Sisu“ gilt als unübersetzbar. Eine mentale Stärke, die nur den Finnen eigen ist. Unbändiger Wille, Mut, Kraft und Ausdauer. Eigenschaften die man in der Region Savo allgegenwärtig spürt. Sie umgibt die Menschen wie eine Aura. Lange, kalte Winter mit wenig Sonnenlicht. Tage, die im Sommer nicht enden wollen und eine Natur, die unberechenbar erscheint. Trotzdem gelten die Finnen als glücklichste Menschen der Welt.
www.mika-voelker.de

Ostkreuzschule für Fotografie Berlin

28. Sep — 6. Okt 2019
Vernissage: Freitag, 27. Sep, 19h
Begleitprogramm: bitte siehe oben

Reinbeckstraße 17 · 12459 Berlin
[Ortsteil: Oberschöneweide | Bezirk: Treptow-Köpenick]

Öffnungszeiten: täglich 12-20h

Eintritt: 3 € auf Spendenbasis

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