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Poster For »The Golem Of Hereford And Other Stories« | Photo © Anne Heinlein, From The Series ”Wüstungen” (Deserted Villages)

Gruppenausstellung

»Der Golem Herefords und andere Geschichten«

Abwesenheit in Fotografie, Video und Klang

Anne Heinlein, Emmanuel Spinelli, Nat Tafelmacher-Magnat

Vernissage: Freitag, 1. April 2016, 18h
Ausstellung: 2. – 10. April 2016
Kuratiert von Nat Tafelmacher-Magnat
Emmanuel Spinelli, Kaj Duncan David, Portia Winters and Tom Mudd in Konzert:
Freitag, 1. April 2016, 20h + Sonntag, 3. April 2016, 18h
Öffnungszeiten: Fr 18-22h, Sa & So 14-19h
Eintritt frei

Beschreibung

Die Ausstellung „Der Golem Herefords und andere Geschichten“ vereinigt Fotografie, Video und Klang, die sich mit dem verschwundenen Leben von Orten beschäftigen, und die Abwesenheit anwesend machen.

Die Arbeit „Wünstungen“ von Anne Heinlein beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Dörfern und Siedlungen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Auf Befehl der DDR-Regierung wurden über 10.000 Menschen aus ihren Dörfern im Grenzgebiet vertrieben und zwangsweise umgesiedelt. Häuser, Höfe und auch ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht – geschleift. Anne Heinlein fotografiert an den Orten. Sie geht dabei aber nicht auf Spurensuche, sondern fotografiert Bäume, Gebüsche und leere Felder. Sie baut in Ihren schwarz-weißen Großformataufnahmen gleichsam Bühnen, die mit den Vorstellungen eines „Vorher” bevölkert werden können. Die Arbeit „Wünstungen“ ist gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

„The Golem of Hereford“ von Emmanuel Spinelli und Tom Mudd ist eine generative mehrkanalige Audioinstallation, die sich damit beschäftigt, Identität und Vergangenheit fortwährend durch Performance, Erzählung und Mythen-Schaffen neu zu formen und auszumahlen. Das Projekt begann mit der Suche nach den Resten von einer kleinen Menschengruppe, die in Hereford, England zwischen 1179 und 1290 lebten, bis sie alle fast ohne Spur verschwanden. Durch eine 30-minütigen Computer-Programm-Session, organisiert die Klang-Installation neu und in Echtzeit tausende von gestückelten Gesprächen und Originalaufnahmen von den Orten wo die Ereignisse angeblich passierten. Nach einer Session, drückt die Installation die Fassung der Geschichte aus, die gerade generiert wurde. Auf dieser Weise, spricht uns „Der Golem Herefords“ durch die geheimnisvolle Stimme eines Anderen an, erfindet mit jedem Zuhören die eigene Geschichte neu, dauernd von Ort zu Ort, Gebiet zu Gebiet, Referenzpunkt zu Referenzpunkt wechselnd.

„Die Königin und Schatten“ von Nat Tafelmacher-Magnat setzt sich mit einer Erzählung auseinander, die in einem abwesenden Motiv spielt. Diese Herangehensweise ruft eine Theaterbühne hervor, wo das Setting der Geschichte vorgestellt oder wachgeruft, statt filmisch dargestellt, wird. Alle Räume werden nur skizziert und die Zuschauer verlieren die Orientierung. Als die Hauptfigur tiefer und tiefer in ihren eigenen surrealen Träume und imaginären Welten hineintaucht, wird die Trennung zwischen realen Raum und imaginären Raum immer schwammiger, dadurch spiegelt die Erfahrung des Zuschauers die Geisteshaltung der Hauptfigur.

Event Details

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