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© Christine Bachmann, Untitled, 2014

Gruppenausstellung

»Finsternis«

Katharina Albers, Silke Bachmann, Christine Bachmann, Evelyn Bauer, Jeanette Chavez, Britta Clausnitzer, Rosa Dames, Inge Denker, Susan Donath, Tamara Ebert, Burghild Eichheim, Ellen Fellmann, Katja Hochstein, Susanne Isakovic, Erika Matsunami, Angelika Schneider-v. Maydell, Kirstin Rabe, Nadine Rennert, Lea Rochus, Jutta Rosenkranz, Kathrin Sohn, Elisabeth Stumpf, Nham-hee Völkel-Song, Gisela Weimann, Sabine Wild, Ila Wingen

Vernissage: Donnerstag, 5. November 2015, 19h (Facebook Event)
Einführung: Sarah Frost, Kuratorin
Sylvia Hinz spielt „distant fields“
Ausstellung: 6. November 2015 – 23. Januar 2016
kuratiert von Sarah Frost
+ Rahmenprogramm, s.u.
Öffnungszeiten
Do-So 14-18h

Beschreibung

Finsternis gilt hinlänglich als das absolute Dunkel. Kein Licht, kein Schatten, kein Sehen. Reine Projektionsfläche. Wie zeigt sich das Finstere in künstlerischen Werken oder tritt es vielmehr in einem Nicht-Zeigen auf?

Mit der Schwärzung eines Fassadenfensters entzieht Gisela Weimanns in situ-Arbeit dem Passanten die Ausstellung und fordert ihn gleichsam dazu heraus, dahinter zu treten, um zu erfahren, mittels welch diverser Strategien und Begrifflichkeiten sich insgesamt 26 Künstlerinnen dem Thema mit ihren Installationen, Fotografien, Videos, Malereien, Zeichnungen und Texten nähern.

Im vorderen Teil der Galerie stehen sich die Arbeiten von Christine Bachmann, Susan Donath, Ellen Fellmann, Erika Matsunami, Nadine Rennert, Elisabeth Stumpf und Ila Wingen gegenüber. Sie verhandeln Blindheit, Abwesenheit, Entkörperung, Innerlichkeit, Tod und Blendung als Aspekte von Finsternis.

Eine ganz andere Art der Blendung erfahren die Besucher_innen in einem weiteren Raum in Gestalt einer Petersburger Hängung, die auf die Organisationsform der GEDOK Bezug nimmt: vielen Künstlerinnen wird an diesem Ort die Möglichkeit des Erscheinens zuteil, einem der wichtigsten Ziele dieser Vereinigung. Während die Fülle der Positionen im Gesamten ein flirrendes Ausblenden erzeugen kann, entfalten sich die einzelnen Werke wiederum in einer langsamen Betrachtung. Hat Finsternis also auch eine zeitliche Kategorie?

In den Installationen und Videos erweist sich der finstere Raum des Nicht-Darstellbaren oder Nicht-Dargestellten als einer unserer eigenen Projektionen, die sich erst entwickeln, wenn wir Finsternis als eine durchgestrichene erfahren und ihr in Form der Kunst begegnen.

Kuratorin: Sarah Frost

Rahmenprogramm

Sonntag, 8.11.2015, 15 Uhr: Kuratorenführung mit Sarah Frost
Sonntag, 20.12.2015, 16 Uhr: Kuratorenführung mit Sarah Frost

Samstag, 9.1.2016:
17 Uhr: Performance (Facebook Event)
von Katja Hochstein und Monika Herrmann (Violoncello) „Manchen süße Wonne lacht“
+ 18 Uhr: Lesung (Facebook Event)
Ulrike Prasse liest „Abwärtsfahrt“, eine Textcollage und Gedichte von Christel Guhde

Samstag, 23.1.2016, 16 Uhr: Finissage (Facebook Event)
„verfinstert…“, nach d. Gedicht „Exil“ von Ingeborg Bachmann wird von Irene Kurka, Sopran uraufgeführt.
Die Künstlerin Gisela Weimann liest passagen aus ihren Tagebüchern über die alltägliche Begegnung von Zeit und Tod.
Im Anschluss führt die Kuratorin Sarah Frost mit den anwesenden Künstlerinnen durch die Ausstellung.

Event Details

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