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Einzelausstellung & Buchpräsentation & Künstlergespräch

»intercepted«

Nadja Bournonville

»Der Erste Weltkrieg ging 1918 zu Ende. Es war ein Krieg, in dem die Tante von Nadja Bournonvilles Großmutter die Rolle als eine der nutzlosesten unter den von den Deutschen angeheuerten Spionen spielte. Eva de Bournonville, eine schwedische Dame, die aus einer bekannten und geachteten dänischen Familie von Ballettchoreografen und Sängern beiderlei Geschlechts stammte, befand sich beim Ausbruch des Krieges in ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Als ein Mr. Smith sie kontaktierte und ihr eine einfache, wie er sagte, mit nicht allzu großer Mühe verbundene Möglichkeit bot, aus den Schulden herauszukommen und eine Menge Geld zu verdienen, wenn sie in London für den Deutschen Geheimdienst arbeitete, willigte sie ein. Ein paar Monate später war sie schon auf einem Schiff mit Kurs auf London. Ihre Spionagelaufbahn endete jedoch, noch bevor sie richtig begann: Anderthalb Monate und 12 mit Geheimtinte geschriebene Postkarten nach Eva de Bournonvilles Ankunft in London klopfte es an der Tür ihres Hotelzimmers. Scotland Yard hatte sich eingefunden, um sie mitzunehmen. Vor Gericht erklärte sie: ‚Ich wollte nur ein bisschen Abenteuer‘. Nach der Verhandlung wurde sie angesichts der erdrückenden Beweislast zum Tod durch den Strang verurteilt, doch irgendwie, durch Eingreifen des Königs und des Premierministers, wurde diese Dame geschont. Statt gehenkt zu werden, bekam sie eine lebenslange Zuchthausstrafe. Als der Krieg ein paar Jahre später zu Ende ging, wurde sie nach Schweden ausgewiesen, wo sie eine geachtete Sprachlehrerin wurde und bis ins Alter von 108 Jahren lebte.

Ein Fotograf ist auch ein Zeuge, ein Spion und ein Gestalter alternativer Wirklichkeiten. Die digitale wie die analoge Kamera haben ihre Grenzen, was das Erzählen einer »wahren« Geschichte angeht, doch taugt die Fotografie noch immer dazu, für die Erinnerung einzuspringen und ihre Stelle einzunehmen. Durch Fotografien werden manche Dinge sichtbar, andere verschwinden. Ein wenig wie die Geheimtinte, die Spione in den frühen Tagen des Ersten Weltkriegs zu benutzen pflegten, entwickelt sie sich bei richtiger Behandlung vollständig – besieht man sie aber mit den falschen Methoden, so wird sie unlesbar und verworren.«

The work ”intercepted” was produced during the recommended fellowship.

Das neue Buch „intercepted“ von Nadja Bournonville wird am Eröffnungsabend vorgestellt.

Nadja Bournonville
intercepted

Texte von Iréne Berggren, Else Marie Hagen
englisch / schwedisch
Gestaltung: a r c Leipzig/Berlin
2018
Fotohof edition
Edition 500

27. Okt — 17. Nov 2018
Vernissage, Buchpräsentation und Künstlergespräch (auf Deutsch) zwischen Kurator Harald Theiss und Künstlerin Nadja Bournonville: Freitag, 26. Okt, 18-22h

Lindenstraße 34, 10969 Berlin
[Kreuzberg | Friedrichshain-Kreuzberg]

Opening hours: Tue – Sat 11 am – 6 pm

Admission free

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