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Self-Portrait 2014, „White Hole / Les Chants De Marlboror“ © Thomas Bak

Einzelausstellung

»Das Photographische Capriccio«
Blätter aus den Jahren 1998 – 2008

Thomas Bak

Vernissage: Freitag, 8. Juli 2016, 19-21h (Facebook Event)
Ausstellung: 9. Juli – 16. September 2016
Öffnungszeiten: geöffnet am Samstag nach der Eröffnung (9. Juli), 12-15h;
danach: Di-Fr 14-19h, und nach Vereinbarung
Eintritt frei

Beschreibung

Vom 09. Juli bis 16. September 2016 zeigt die Galerie Hilaneh von Kories die nostalgisch anmutenden und höchst irritierenden Arbeiten des Künstlers Thomas Bak. Seine Figuren, Objekte, Landschaften und Räume konfrontieren den Betrachter mit manieristischen, exzentrischen wie enigmatisch-erotischen Bildwelten.
Bak zählt mittlerweile zu den Klassikern künstlerischer Photographie, die zum surrealistischen Spiel zwischen Authentizität und Autonomie im Gewand historisch anmutender Daguerreotypien einlädt. Bak nennt seine Vorgehensweise „das Wiederbeleben atavistischer und scheinbar verlorener Bilder“. Die Resultate dieses totemisierenden Prozesses sind melancholische, poetische Metaphern; „alchemystische“ Allegorien aus der Perspektive unserer Zeit. Baks Ikonographie ist mit Symbolen, Fetischen und Zitaten der Kunstgeschichte, Literatur und Hermetik aufgeladen.

Mit dem Ausstellungstitel „Das Photographische Capriccio“ bezieht sich der Photograph auf die Kunstform des Capriccio, die sich vom 16. bis ins späte 18. Jahrhundert als Kampf um künstlerische Freiheit entwickelte und in der Kunsttheorie als vielschichtiger Wegbereiter der Moderne gilt: Capriccio-Maler und -Grafiker setzten sich über die geltenden akademischen Regeln hinweg. Sie stellten jenseits jeder Wirklichkeitsnähe die Ausgeburten ihrer abgründigen Träume und Phantasien dar und verwendeten dafür unterschiedlichste Bildgegenstände. Viele Künstler nutzten diesen postulierten künstlerischen Freiraum auch für gesellschaftskritische und politische Aussagen. So heißt zum Beispiel eine von Baks Bildserien „Arche=Nada“: ein bizarrer Gegenentwurf zu der tröstlichen Vorstellung der Arche Noah.

Der Photograph, der auch Literat, Musiker und Zeichner ist, entwirft seine Bilder zunächst in Skizzen, die er dann für das Photographieren aufwändig inszeniert.
Thomas Bak wurde im polnischen Szczecin (Stettin) geboren. Er studierte in Bremen an der Hochschule für Künste Design, Fotografie und Buchkunst und machte seinen Abschluss bei Professor Fritz Haase. 2004 wurde Bak mit den renommiertesten deutschen Nachwuchs-Preisen für Fotografie ausgezeichnet: dem BFF- und dem Reinhard-Wolf-Preis. Seine Bilder wurden international ausgestellt und sind in staatlichen Sammlungen vertreten.

Baks Arbeiten für den ehemaligen Bauhaus-Sänger Peter Murphy sowie Dalis Car etablierten ihn in der Musikindustrie weltweit. Nach längeren Aufenthalten in Los Angeles und Paris lebt er seit 2015 in Spanien und Deutschland, wo er sich gegenwärtig vermehrt seinem Verlag, den Buchkünsten und photographischen Projekten widmet.

Event Details

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