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Gruppenausstellung

»Exil«

Camille Carbonaro / Katrin Streicher

Katrin Streicher und Camille Carbonaro setzen sich in ihren gezeigten Arbeiten mit dem Thema der Immigration auseinander. Dabei geht es beiden nicht um die möglichweise durch dramatische äußere Umstände aufgezwungene Flucht, sondern eher um den Wechsel der Lebensumstände und der Selbstwahrnehmung in der neuen Heimat.
Beide Fotografinnen haben einen europäischen Migrationshintergrund: Carbonaros Familie siedelte aus Italien nach Frankreich über, Streichers Vorfahren kamen aus der heutigen Slowakei nach Deutschland. Trotz des ähnlichen Hintergrunds stellen sich jedoch Umsetzung und Ergebnis dieser Auseinandersetzung äußerst unterschiedlich dar. Während Carbonaro in ihrem Zyklus „Immigration – Gewalt der Seele“, vor dem Hintergrund ihrer eignen Familiengeschichte, die Auflösung der ursprünglichen Kultur verschiedener Immigranten in ihren neuen Lebensumgebungen beschreibt, macht sich Streicher in ihrem Projekt „home is in my imagination“ auf die Suche nach dem Ursprung der tradierten Riten und Bräuche ihrer eigenen Familie, also nach ihren ganz persönlichen Wurzeln.

„Immigration – Gewalt der Seele“ von Camille Carbonaro
Die Foto- und Grafikarbeiten sind eine visuelle Spurensuche nach dem Gefühl der Fremde und der Selbstwahrnehmung in einer unbekannten Umgebung. Fotografien, Erzählungen und Zeitdokumente verbinden die unterschiedlichen Begegnungen zu neuen Szenarien. Wer ist der Fremde? Warum kappt man seine Wurzeln mit dem Grenzübertritt? Ist Auswanderung humanitäre Gewalt? Auf ihre sensible Art nähert sich Carbonaro einer Definition moderner Immigrationsbewegungen. „Meine Familie kam aus Italien nach Marseille und ließ dabei ihre Sprache und ihre Bräuche zurück. Wir wurden von Fremden zu Franzosen. Heute sind wir nur noch Franzosen.“
cargocollective.com/camille-carbonaro/

„home is in my imagination” von Katrin Streicher
Streichers Großvater kommt aus Oberstuben, einem ehemals deutschen Dorf in den slowakischen Karpaten. Mit 17 Jahren verließ er sein Dorf und kam nach Deutschland. Für Streicher stehen bis heute die heimischen Gerichte, die der Großvater bis ins hohe Alter für sie zubereitete, für diese Vergangenheit. Einige Jahre nach seinem Tod fuhr sie nach Oberstuben. Von den einst 4000 Deutschstämmigen, die bis 1945 in Oberstuben ihren eigenen Dialekt und ihre Brauchtümer pflegten, blieben nach dem zweiten Weltkrieg nur noch etwa 150 Mitglieder übrig. „Bei ihnen habe ich nach Spuren der Vergangenheit meines Großvaters gesucht; einer Vergangenheit, die für manche Oberstübner bis zum jetzigen Tag mehr Heimat darstellt, als das Oberstuben von heute.“
www.katrinstreicher.com

Die in Wallonie-Bruxelles lebende Fotografin Camille Carbonaro lebte und arbeitete – Dank der Unterstützung von Wallonie-Bruxelles International – für zwei Monate (Februar-März 2017) als Artist in Residence in der Fotofabrik Bln-Bxl. Die in dieser Zeit entstandenen Arbeiten sind in der aktuellen Ausstellung zu sehen.

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10. Nov — 10. Dez 2017
Vernissage: Donnerstag, 9. Nov, 18:30h
Finissage: Sonntag, 10. Dez, 16h

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Weisestraße 30, 12049 Berlin
[Neukölln | Neukölln]

Öffnungszeiten: Do & Fr 16-18h, Sa 11:30-13:30h, und nach Vereinbarung

Eintritt frei

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