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Gruppenausstellung

»DAS ILLEGALE BILD – Fotografie zwischen Bildverbot und Selbstzensur«

Merry Alpern, Jan-Dirk van der Burg, Espen Eichhöfer, William E. Jones, Carola Lampe, Beat Streuli

Kuratiert von Espen Eichhöfer, Katharina Mouratidi & Natascha Pohlmann

Update #2, Mai 2020: Die Galerie wird am 6. Mai wieder eröffnet, und die Ausstellung bis zum 17. Mai verlängert!

Update #1, März 2020: Dieser Ausstellungsort ist momentan aufgrund von Covid-19 geschlossen. In der Zwischenzeit erkunde die Arbeiten gerne in digitaler Form. Neuigkeiten dieser Institution gibt es womöglich auch in PiBs Beitrag #ClosedButOpen zu lesen!

Über die Ausstellung:

Das Fotografieren wie auch das Fotografiert-Werden gehört heute mehr denn je zu unserem Alltag. Und doch – wer auf der Straße ungefragt Passant*innen fotografiert, läuft Gefahr verklagt zu werden. Fotografien, die ohne Einwilligung der Abgebildeten gemacht wurden, stehen im Spannungsverhältnis von Persönlichkeitsrecht und Kunstfreiheit. Es stellt sich die Frage, was schwerer wiegt, das Recht am eigenen Bild oder das Recht am Bildermachen?

Fotografien aus dem Alltag von Protagonist*innen der heutigen Zeit prägen unsere Sicht auf die Gesellschaft. Als wichtiges Kommunikationsmedium regen die Aufnahmen zum Denken an und fördern politische Auseinandersetzung. Wo verlaufen die ethischen Grenzen der Fotografie? Wo endet die künstlerische Freiheit? Und welche fotografischen Bilder dürfen wo, wann, wie und vom wem gezeigt und veröffentlicht werden? Die Grenzen des Bildermachens und Bilderzeigens sind kulturell, religiös, politisch und rechtlich bedingt und unterliegen stetigen Veränderungen.

Im Jahr 2018 sah sich der Berliner Fotograf Espen Eichhöfer mit einer Unterlassungsklage konfrontiert, nachdem er eine Fotografie, die auf den Straßen Berlins entstanden war, im öffentlichen Raum ausstellte. Dieser Fall, der deutlich macht, wie wichtig eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit der Thematik ist, endete schließlich vor dem Bundesverfassungsgericht.

DAS ILLEGALE BILD spannt einen Bogen von heimlich gemachten Schnappschüssen über Bilder, die der Zensur zum Opfer fielen, bis zu sozialkritischen Reportagen und konzeptionellen Untersuchungen des Mediums Fotografie. Sechs künstlerische Positionen beleuchten die Frage nach legalen und illegalen Bildern – zwischen sozialem Tabu, gesellschaftlicher Relevanz und künstlerischer Freiheit.

Künstler*innen:
Merry Alpern (USA), Jan-Dirk van der Burg (Niederlande), Espen Eichhöfer (Deutschland), William E. Jones (USA), Carola Lampe (Deutschland), Beat Streuli (Schweiz)

In ihrer umstrittenen Serie Dirty Windows, die Anfang der 1990er Jahre entstand, konfrontiert die amerikanische Fotografin Merry Alpern die Betrachtenden in schonungsloser Offenheit mit Szenen, die sie heimlich durch das Badezimmerfenster eines illegalen Sexclubs in Manhattan aufgenommen hat. Censorship Daily von Jan-Dirk van der Burg zeigt Titelblätter einer niederländischen Tageszeitung, die von den iranischen Behörden zensiert wurden. Verbotene Elemente wurden in akribischer Kleinarbeit von Hand überklebt oder ausgeschnitten. Espen Eichhöfers Arbeit A to B machte bundesweit Schlagzeilen: Im Jahr 2013 stellte der Fotograf Bilder, die auf den Straßen Charlottenburgs entstanden sind, im öffentlichen Raum aus. Eine der Fotografierten sah sich dadurch in ihrem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt. Der Fall endete mit einem Teilerfolg für die Freiheit der Street Photography vor dem Bundesverfassungsgericht. In seinem Kurzfilm Killed schneidet William E. Jones eine Auswahl unerwünschter Aufnahmen zusammen, die während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er und -40er Jahren in den USA entstanden. Tausende Negative wurden durch die FSA (Farm Security Administration) gelocht und damit zerstört. Das historische Material ist erst seit kurzem zugänglich und vermittelt einen Eindruck von dem offiziellen Blick der Behörden auf diese Zeit. Carola Lampe befasst sich in ihrer Multimedia-Installation Humanoid mit Fragen der Überwachung in unserer Gesellschaft. Beat Streulis unbemerkt im öffentlichen Raum aufgenommene Fotografien aus der Serie Manhattan 09 zeigen Momentaufnahmen alltäglichen Lebens. Sie halten die Protagonist*innen in Augenblicken fest, in denen sie inmitten des Trubels einer Großstadt in sich gekehrt und beziehungslos erscheinen.

VERNISSAGE: Mittwoch, 5. Februar 2020, 19 Uhr
Begrüßung:
Katharina Mouratidi, Künstlerische Leiterin f3 – freiraum für fotografie, im Gespräch mit Espen Eichhöfer, Fotograf OSTKREUZ – Agentur der Fotografen.

Begleitprogramm

From the series A to B © Espen Eichhöfer/OSTKREUZ

Donnerstag, 20. Februar 2020, 19 Uhr
FOTO-TALK: AUF DER COUCH
Aus den Perspektiven des Fotografen und des Kurators beleuchten Espen Eichhöfer, Fotograf OSTKREUZ – Agentur der Fotografen, und Felix Hoffmann, Kurator C/O Berlin, die Debatte um das Recht am eigenen Bild und die künstlerische Freiheit.
Das Gespräch findet auf Deutsch statt. Eintritt frei.
Details

FOTO FÜHRUNG / Guided Tour

Sonntage, 1. März & 5. April 2020, 11 Uhr
FOTO-FÜHRUNG

Jeden ersten Sonntag im Monat laden wir Sie herzlich zu unserer kostenlosen FOTO-FÜHRUNG um 11 Uhr vormittags ein. Wir stellen Ihnen die aktuelle Ausstellung DAS ILLEGALE BILD vor, geben Hintergrundinformationen und teilen unsere Anekdoten mit Ihnen. Sie erfahren mehr die Frage nach legalen und illegalen Bildern und ihrem Spannungsverhältnis zwischen sozialem Tabu, gesellschaftlicher Relevanz und künstlerischer Freiheit. Fundierte Informationen aus erster Hand geben Ihnen Einblicke in das kuratorische Konzept und ordnen die Fotografien künstlerisch-historisch ein.
Die Führung findet auf Deutsch statt. Eintritt frei.
Details (1. März) | Details (5. April)

Der illegale Film – Wem gehört eigentlich ein Bild? (The Illegal Film – who actually owns a picture?) A film by Martin Baer and Claus Wischmann. (2018, 80 min.)

Samstag, 28. März 2020, 16 Uhr
FOTO-FILM
Der Illegale Film – Wem gehört eigentlich ein Bild? Ein Film von Martin Baer und Claus Wischmann. (2018, 80 Min.)
Eintritt: 5 € | ermäßigt 3 €.
Details

f³ – freiraum für fotografie

6. Feb — 5. April verlängert bis 17. Mai 2020
Vernissage: Mittwoch, 5. Feb, 19 Uhr
Begleitprogramm: bitte siehe oben

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Waldemarstraße 17, 10179 Berlin
[Ortsteil: Mitte | Bezirk: Mitte]

Öffnungszeiten: Mi-So 13-19h. Besondere Öffnungszeiten für Gruppen auf Anfrage.

Eintritt: 5 € / ermäßigt 3 €. Eintritt frei für manche Veranstaltungen, siehe oben.

Vorausgehende Ausstellung bei f³ – freiraum für fotografie

»NEUN MAL ZEHN« f³-Masterclass von Andreas Herzau

24. — 26. Jan 2020
Vernissage: Donnerstag, 23. Jan, 19 Uhr

Darauffolgende Ausstellung bei f³ – freiraum für fotografie

»ZEIT-ZEUG*INNEN«

Mit Arbeiten von Mitgliedern der Agentur Magnum Photos
23. Mai — 2. Aug 2020

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