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Einzelausstellung

»Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden«

Sibylle Hoffmann

Wer Fotos erwartet, die einem strengen Konzept folgen, wird in Sibylle Hoffmanns neuer Ausstellung Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden nicht fündig. „Ich gehe vielmehr auf die Suche nach Bildern, die in ganz unterschiedlichen Kontexten, an unterschiedlichen Orten, zu verschiedenen Zeiten, entstehen, die sich plötzlich zu einer Idee zusammenfinden, um meine Gedanken und Gefühle auszudrücken“, sagt die Fotografin.

Es geht in ihren Fotos um immer wiederkehrende Themen wie Pflanzen, Blüten, Landschaften – „und um das Licht, kurz bevor es verschwindet“, wie sie sagt. Anders ausgedrückt: Hier gibt es etwas zu entdecken, es wird nicht einfach Wirklichkeit abgebildet, sondern bei den Betrachtern und Betrachterinnen tauchen eigene Erfahrungen auf, wenn sie vor den Bildern stehen: vage Erinnerungen, Traumbilder, Assoziationen. In dem das Sichtbare unscharf wird, gewinnt das vermeintlich Unsichtbare hinter den Bildern an Bedeutung.

Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ ist ein Zitat aus dem Gedicht Frühling der Seele von Georg Trakl, entstanden zwischen 1912 und 1914. Trakls Gedichtzeile war Ausgangspunkt für die hier gezeigte Arbeit. Das Leben des österreichischen Dichters, der nur 27 Jahre alt wurde, war geprägt von der Suche nach dem Wesen und dem Sinn des Lebens. Seine Gedichte sind von einer klanglichen Schönheit – trotz der Schwermut, die in ihnen mitschwingt. „Die Seele“, sagt Sibylle Hoffmann, „scheint wie ein längst vergangener Windhauch“. Was Trakl mit Worten einfangen wollte, versucht die Fotografin mit Fotos: eine kontemplative Annäherung an den Dichter Georg Trakl.
„…Dunkler umfließen die Wasser die schönen Spiele der Fische. / Stunde der Trauer, Schweigender Anblick der Sonne; / Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden…“

Text: Martin Krauss

Sibylle Hoffmann begann ihre fotografische Ausbildung in den 80er Jahren an der Berliner Werkstatt für Photographie. In der Zeit war die Werkstatt eine wegweisende Institution in Deutschland. Fotografie war damals als ernsthaftes künstlerisches Medium in Deutschland noch nicht anerkannt, anders als zum Beispiel in den USA. Die Werkstatt holte daher so angesehene amerikanische Fotografen wie Robert Frank, Larry Clark und Ralph Gibson erstmals nach Deutschland und sorgte damit für eine andere Wahrnehmung fotografischer Arbeiten. Heute ist Fotografie als eigenständiges künstlerisches Medium weltweit anerkannt.
Sibylle Hoffmann lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie lehrt seit 1986 als Dozentin für Photographie am Photocentrum der Gilberto-Bosques-VHS in Berlin Kreuzberg. Schwerpunkt ihrer Lehrtätigkeit sind Projektkurse mit begleitender 
Ausstellungs- oder Buchpräsentation.

Begleitprogramm

Freitag, 31. Januar 2020, 19 Uhr
Artist Talk mit Sibylle Hoffmann

Donnerstag, 6. Feb 2020, 20 Uhr
inselkonzert
Trio MUT – Rohrer Vorfeld Wassermann
Details

world in a room

7. Dez 2019 — 29. Feb 2020
Vernissage & Weihnachtspunsch: Freitag, 6. Dez, 19h
Begleitprogramm: bitte siehe oben

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Brunhildstraße 7, 10829 Berlin
[Ortsteil: Schöneberg | Bezirk: Tempelhof-Schöneberg]

Öffnungszeiten: Fr & Sa 14-18h

Eintritt frei

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