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Will McBride: Auf Der Bühne Im ‚Eden-Saloon’, Film Still 'Tobby' 1960 © Modern Art Film Archiv, Deutsche Kinemathek/Sammlung Pohland

Gruppenausstellung & Filmnacht

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus und Modern Art Film Archiv präsentieren die Ausstellung anlässlich der 66. Internationalen Filmfestspiele 2016:

»Papas Kino ist tot«

Filme von Hansjürgen Pohland und unveröffentlichte Fotografien von Will McBride, Michael Marton, Jean-Gil Chodziesner-Bonne

Vernissage: Donnerstag, 4. Februar 2016, 19h
+ Lange Filmnacht ab 21h
Ausstellung: 5. Februar – 11. März 2016
Öffnungszeiten: Di-So 12-18h
Eintritt frei, Ausweis erforderlich

Beschreibung

Hansjürgen Pohland, wichtiger Vertreter des Neuen Deutschen Films, wagte mit der Satire Katz und Maus ein viel diskutiertes filmisches Experiment zu wichtigen politischen Fragen. Eines der kontroversesten deutschen Werke der Nachkriegszeit. Die Günter-Grass-Verfilmung, 1967 gedreht, erzählt die Geschichte einer Gruppe vom Militär faszinierter Schüler in Danzig während des Zweiten Weltkriegs. Die Hauptfigur Mahlke wird von Lars und Peter Brandt gespielt, den Söhnen des damaligen Außenministers und Vizekanzlers Willy Brandt.

Im Nachlass des 2014 verstorbenen Berliner Filmemachers Hansjürgen Pohland offenbaren sich erstaunliche Entdeckungen. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Willy-Brandt-Haus stehen 80 bislang unveröffentlichte Fotografien von Will McBride, Michael Marton und Jean-Gil Chodziesner-Bonne. Alle in den 1960er Jahren während der Produktion der Spielfilme Katz und Maus, Tobby und Das Brot der frühen Jahre entstanden, lagerten die Fotografien mehr als 50 Jahre in Kellern und Archiven. Erstmals sind zu sehen Produktionsunterlagen, Drehbuchfragmente, Korrespondenzen und Kritiken, sowie eine kleine Auswahl an Filmplakaten und Interviews. Dazu wird eine Auswahl an Filmen präsentiert, z.B. der Kurzfilm Schatten, der zum 50. Jubiläum des Oberhausener Manifests an einigen Goethe-Instituten oder auch im MOMA in New York gezeigt wurde.

1934 in Berlin geboren, gründet Hansjürgen Pohland mit 21 Jahren seine erste Produktionsgesellschaft Pohland Film, später Modern Art Film. In den ersten sechs Jahren entstehen mehr als 30 Kurzfilme, darunter einige, die auf internationalen Festivals mit Preisen ausgezeichnet werden. Zusammen mit Alexander Kluge, Edgar Reitz, Wolf Wirth, Harro Senft und anderen, nutzt er 1962 die Öffentlichkeit des Oberhausener Kurzfilmfestivals, um ein Manifest unter dem Titel Papas Kino ist tot zu verkünden. Sie fordern einen Bruch mit den bestehenden Produktionsverhältnissen und verlangen Bedingungen, die der herrschenden Lethargie ein Ende bereiten und den Neuen Deutschen Film ermöglichen sollen. 1963 gründet Pohland mit Ulrich Gregor, Friedrich Luft und anderen Die Freunde der Deutsche Kinemathek. Als 1965 die Filmförderung als Folge von Oberhausen ins Leben gerufen wird, gehört sein Film Katz und Maus zu den ersten geförderten Projekten.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Mareike Palmeira in Zusammenarbeit mit Britta Pohland-Braun und Gisela Kayser, unterstützt von Cristina Piza, sowie Martin Koerber von der Stiftung Deutschen Kinemathek.

Eröffnung: Donnerstag, 4. Februar 2016, 19h

Begrüßung:
Gisela Kayser, Geschäftsführerin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Rede:
Volker Schlöndorff, Regisseur
Hanns-Peter Frentz, Leiter bpk – Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte Valentin Bontjes van Beek, Sohn von Digne M. Marcovicz
Martin Koerber, Leiter des Filmarchivs der Stiftung Deutsche Kinemathek

Parallel wird die Ausstellung »Der ewige Augenblick« – Fotografien und Filme von Digne M. Marcovicz eröffnet.

Lange Filmnacht ab 21.00 Uhr

Schatten, BRD 1960 (9:23 min)
Kurzfilm, Regie Hansjürgen Pohland
Praktisch bildbar. Ein Wolfsjunge in Frankfurt, BRD 1982 (75:00 min)
Dokumentarfilm von Digne M. Marcovicz
Mannequins, BRD 1961 (2:24 min)
Werbefilm, Regie Hansjürgen Pohland
Tobby, BRD 1960 (81:00 min)
Experimentelle Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm, Regie Hansjürgen Pohland

Event Details

Will McBride: Auf der Bühne im ‚Eden-Saloon’, Film Still 'Tobby' 1960 © Modern Art Film Archiv, Deutsche Kinemathek/Sammlung Pohland
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Stresemannstraße 28, 10963 Berlin, Germany

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