Einzelausstellung

»Im Wald und an seinen Rändern«

Bilder in Farbe und Schwarz-Weiss

Martin Zellerhoff

In der Ausstellung „Im Wald und an seinen Rändern“ zeigt Martin Zellerhoff Waldstücke und Landschaften. Sein Ausgangspunkt ist der scheinbare Widerspruch zwischen unserer Sehnsucht nach Natur und dem Wissen, dass von der Natur bald nicht mehr viel bleibt, wenn wir Menschen uns weiter so verhalten.

Unser Entschluss uns umzusehen, hat nicht nur zur Folge, dass sich unser Blick verändert, sondern dass sich der Betrachtungsgegenstand ebenso verändert: Er wird zur Projektionsfläche unserer Ideen. Und so geht es Martin Zellerhoff nicht um Sträucher und Bäume, sondern um Farben, Flächen, Komposition und eine von ihm konstruierte Bedeutung. Seine Bilder sind nicht Bilder über Natur, sondern Bilder über unseren Umgang mit den Bildern von Natur. Und damit auch ein Beispiel dafür, dass der Zustand der Dinge davon abhängt, wie wir sie ansehen.

Wald ist dabei für ihn ein gutes Beispiel: Für uns ist er Natur, obwohl er doch zumeist ein Kulturraum ist. Er ist von Menschen gemacht – gehegt, gepflegt und dann gerodet. Er verändert sich rasant und produziert ständig eine Menge neue Biomasse. Doch dies blenden wir in unseren Betrachtungen meist aus und nehmen den Wald als eine Art freien Raum wahr, den die Natur gegen uns zurückzuerobern scheint. So ist Im Wald und an seinen Rändern eben nicht in erster Linie als Naturstudie, sondern als Fortsetzung seiner Arbeiten zur Veränderung unserer Wahrnehmung durch unseren veränderten Umgang mit Bildern gedacht. In diesem Sinne sind auch diese Bilder – Bilder über Bilder.

Kern der künstlerischen Arbeit von Martin Zellerhoff ist eine kritische Untersuchung des Mediums Fotografie sowie ihre Wirkung auf unsere Wahrnehmung. Mit der eigenen Geschichte als Einstieg und der Entwicklung des Mediums im Hintergrund zeigt uns der Künstler, wie die Veränderung unseres Umgangs mit technischen Bildern unser Verständnis von Realität beeinflusst.

Martin Zellerhoff lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen, sowohl in öffentlichen als auch in privaten, und werden international ausgestellt.

Rahmenprogramm

Sonntag, 22. April 2018, 12:00 Uhr
Konzert von Katrin Dasch u. Peter Dasch (Klavier & Bariton)
Robert Schumann: Liederkreis op. 39 nach Joseph von Eichendorff  und Waldszenen – R. Vaughan-Williams Songs of Travel (Auszüge).
Eintritt frei / Spende erwünscht.

17. März — 2. Mai verlängert bis 9. Mai 2018
Vernissage: Freitag, 16. März, 19h
+ Rahmenprogramm: siehe oben

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Südstern 6, 10961 Berlin
[Kreuzberg | Friedrichshain-Kreuzberg]

Öffnungszeiten: Mi-Sa 12-18h, und nach Vereinbarung

Eintritt frei

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