Be among the first to receive PiB's brand-new print issue, the PiB Guide Nº26 SEP/OCT by pre-ordering your copy now!
You can even save 20% with the coupon code mypibguide.
Du willst unter den Ersten sein, die PiBs druckfrische neue Printausgabe erhalten, den PiB Guide Nº26 SEP/OCT 2019?
Das geht ganz einfach mit einer Vorbestellung – und sogar mit 20% Rabatt mit dem Gutscheincode mypibguide.
Pilote C/o SEZ Berlin | »pilote:pilote«

Gruppenausstellung

»pilote:pilote«

Betty Böhm, Selket Chlupka, Cécile Dupaquier, Kathrin Ganser, Theresa Schubert, Sarah Straßmann, Attilio Tono, Valentina Torrado, Daniela Zeilinger

Vernissage: Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18-22h (Facebook Event)
Ausstellung: 21. – 23. Oktober 2016
Kuratiert von Monique Wysterski
Öffnungszeiten: 15-20h
Eintritt frei

Beschreibung

Über pilote, die Ausstellung und die KünstlerInnen

Pilote wurde im Sommer 2016 als Online-Produzentengalerie gegründet. Unter der kuratorischen Leitung der Berliner Kunsthistorikerin Monique Wysterski werden derzeit neun junge eigenständige Künstlerpositionen internationaler Herkunft vertreten. Die Galerie präsentiert ab sofort in regelmäßigen Ausstellungen im Pop-up-Format zeitgenössische Werke aller künstlerischen Disziplinen. Die Künstler und ihre Arbeiten vereint ein gemeinsamer Schnittpunkt im Feld der konzeptuellen Kunst und der interdisziplinären Praxis. Pilote erforscht und entwickelt kraftvolle, neue Tendenzen der künstlerischen Werkästhetik sowie des Ausstellens. Für ihre Präsentationen besetzt pilote temporär unterschiedliche Räume, einen eigenen Galeriestandort gibt es explizit nicht.

Mit der kommenden Gruppenausstellung pilote : pilote stellt sich die Galerie erstmals dem kunstinteressierten Berliner Publikum sowie Experten der institutionellen Museumslandschaft und Galerieszene vor. Im Gebäudekomplex des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums der DDR (SEZ) in Berlin-Friedrichshain werden ca. achtzig Werke eine 1.000m² große Innenfläche erobern und sie als Kunst-Ort wieder aufleben lassen. Die Werke bewegen sich innerhalb der künstlerischen Felder der Fine Art Fotografie, post media Art, der Malerei und Zeichnung und Skulpturen. Mit parallel präsentierten Videoinstallationen und Screenings sind sie sich in der gemeinsamen Präsentation nicht nur gegenseitig eine Bereicherung, sondern bilden die beeindruckende Vielfalt aktueller Kunstformen ab. Die auf den ersten Blick stark erscheinende Heterogenität der Positionen eröffnet nicht nur interessante Diskurse über eben jene Kunst, sondern findet im Interpretationskonzept der Ausstellung schließlich ihre Harmonie. Das mediale Spektrum der präsentierten Werke, sowie die inkongruenten inhaltlichen Ansätze der Kunstschaffenden visualisieren eine zeitgemäße Beschäftigung mit Kontexten über Wirklichkeit, Herkunft, Natur und Wissenschaft. Sie assen neueste Wahrnehmungen und Tendenzen innerhalb der gegenwärtigen Kunst erkennen und spürbar werden.

Mit Sarah Straßmann (*1980), Kathrin Ganser (*1977), Valentina Torrado (*1981) und Theresa Schubert (*1980) sind vier Absolventen mit Promotion bzw. Promotions-kandidatur der renommierten Bauhaus-Universität Weimar unter den Künstlern.
Sarah Straßmann und Kathrin Ganser vereint das starke Interesse, architektonische Räume und Flächen durch das Mittel der frontalen Fotografie zu untersuchen und ihre Charakteristika herauszustellen. Mit ihrer einzigartigen Bild- und Medienästhetik analysieren sie verschiedene Orte und Objekte mit der Genauigkeit von Dokumentarfotografie. Wie alle pilote-Künstler arbeiten beide Künstlerinnen überwiegend seriell.
Die in ihren Werken spürbare konzeptuelle Herangehensweise ist auch bei Theresa Schubert sichtbar, jedoch auf eine andere Weise. Auf der Basis biologischer Experimente erforscht die post media Künstlerin seit 2011 die Zufälle und das Unvorhersehbare der Natur an den Schnittstellen von Kunst, Biologie und Technologie. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie variable Medien zu Werken, die sich in audiovisuellen Installationen, Fotografien oder Arbeiten auf Papier ästhetisch manifestieren. Sie behandelt Phänomene der Natur nicht nur als Inspiration, sondern als Material und kritischen Prozess.
Valentina Torrado versteht ihre Kunst als „Verlängerung ihres Körpers“. Die aus Uruguay stammende Künstlerin lebt seit 1998 in Deutschland. Ihre Nähe und Liebe zu ihrer Heimat und vor allem dem Meer hat sie hier nie verloren. Als Kompensationsmittel für die Abwesenheit des Meeres nützt die starke Auseinandersetzung mit dem Element Wasser im Hauptwerk Torrados. Die im Besonderen großformatigen Zeichnungen und monochromen Malereien des Meeres demonstrieren die Sehnsucht eindrucksvoll.

Cécile Dupaquier (*1970) und Attiilo Tono (*1976) präsentieren ihren künstlerischen Ansatz mittels Zeichnung und vor allem Skulptur. Beide haben für die Arbeit mit den jeweils bevorzugten Materialien eigene Techniken entwickelt, um ihre künstlerischen Essenzen sichtbar zu machen.
Die Französin Cécile Dupaquier transformiert gewöhnliche Materialien aus dem Baukontext wie z.B. Kappa-Platten durch Falten, Schneiden und Biegen zu konkreten Abbildern minimaler, konkreter Kunst. Ihre multidisziplinäre künstlerische Praxis ist zwischen Architektur und Skulptur verortet und lässt eine deutliche Affinität und vorhandene Liebe zur Malerei durchscheinen.
Der aus Italien stammende Künstler Attilio Tono beschäftigt sich in seinem Hauptwerk mit klassischen bildhauerischen Materialien wie Marmor und Gips. Die Verbindung von Objekt und Form referierend nutz er die natürlichen Charakteristika der Rohstoffe und überführt sie durch die Symbiose mit beispielsweise Rotwein in skulpturale Installationen. Die fortlaufende visuelle Verwandlung und Transformation der Werke Tonos ist ein wiederkehrendes Moment im Werk des Künstlers. Er untersucht jedoch auch die Verbindung zwischen Zeichnung und Skulptur, mit der Idee, eine Balance zwischen den Medien, eine Grenze zu finden oder die Fusion beider zu erreichen.

Daniela Zeilinger (*1976) bringt Fotografie und Malerei in einen komplexen, multimedialen Dialog. Im künstlerischen Feld der Neuen Medien zu Hause stellt sie Bezüge zur Abstrakten Kunst vor allem im Kontext der Malerei her. Zeilinger’s Arbeitsprozess involviert multiple Techniken und Medien in vielschichtigen Herstellungsprozessen, z.B. Aquarellmalerei, Collage, Cut out, and analoge Großformatfotografie. Die daraus resultierenden ebenfalls sehr großen Prints mit ihren sinnlichen Effekten sind charakteristisch im Hauptwerk der Künstlerin.

Selket Chlupka (*1981) und Betty Böhm (*1979) graduierten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
In ihren Installationen aus bewegten Bildern und Objekten verarbeitet Betty Böhm ihre Faszination für Räume und Orte mit besonderer Historie. Der Mensch im Spannungsfeld der Charakteristik seines Territoriums, und der Einfluss von dort stattfindenden alltäglichen oder künstlichen Situation auf seine Psyche, ist ein wiederkehrender Aspekt im oftmals autobiografischen Hauptwerk der Künstlerin. Mittels multidisziplinärer künstlerischer Praktiken eröffnet Böhm für den Betrachter offene Rezeptionsspielräume.
Auch Selket Chlupka ist eine Künstlerin, die überwiegend ortsbezogen arbeitet. In Collagen, Fotografien und größeren Rauminstallationen bildet sie unterbewusste Denkprozesse und Träume ab, die nicht selten die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Persönlichkeit zum Ursprung haben. Die Einbeziehung der eigenen Wahrnehmung von Umgebung und persönlicher Erfahrungen in der künstlerischen Arbeit und im direkten Werkprozess, ist bei Chlupka konsequent und helfen der Künstlerin dem selbst gestellten Anspruch gerecht zu werden, visuelle Realitäten zu erschaffen.

Künstlerbiografien

Betty Böhm (*1979 in Reutlingen, Deutschland) graduierte 2008 Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, nachdem sie 2006/07 an der San Francisco State University, USA ein Studienjahr absolviert hatte. Ihre Arbeiten wurden bereits in einigen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und darüber hinaus gezeigt. So zum Beispiel im The Bizarre Bushwick, New York City, USA und im Espace Commine, Paris, Frankreich 2016. Einige namhafte Sammlungen in Deutschland beinhalten Werke von Betty Böhm, u.a. die Sammlung des Kunstmuseum Stuttgart, Sammlung Deutsche Bank oder die Sammlung des Bundesumweltministeriums. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Selket Chlupka (*1981in Germersheim, Deutschland) studierte Bildende Kunst und Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und absolvierte ihren Masterabschluss an der University of the Arts London, UK 2010. Sie stellte ihr Werk bisher in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich und Großbritanien aus, u.a. im DMNDKT, Berlin, Egbert Baqué Contemporary Art, Berlin und im The Bunker at the Print House, London, United Kingdom sowie in der La Galerie, Cité Internationale des Arts, Paris, Frankreich. Chlupka lebt und arbeitet in Berlin.

Cécile Dupaquier (*1970 in Givors, Frankreich) absolvierte ihr Studium Ecole Nationale des Beaux Arts in Lyon, France. Seit dem wurden ihre Arbeiten im Rahmen mehrerer Gruppen- und Soloshows in Frankreich im Espace Arts Plastiques Vénissieux und Deutschland, sowie 2011 in Japan an Nagoya University of Arts and Sciences, Nisshin präsentiert. Private Sammlungen in Belgien und den USA beinhalten Werke Dupaquiers. Die Künstlerin lebt und arbeit in Berlin.

Kathrin Ganser (*1977 in Marktoberdorf, Deutschland) schloß Ihr Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in Deutschland ab und studierte außerdem an der UdK Berlin. Im Jahr 2014 promovierte sie erfolgreich an der Bauhaus Universität Weimar mit ihrer Doktorarbeit “Medienraumbild”. Zahlreiche Kunsträume zeigten bereits in Gruppen- und Duoausstellungen ihre Werke, so u.a. zuletzt der Kunstverein Neckar-Odenwald, die aff Gallery, die Kehrer Galerie Berlin, das Bauhaus Musterhaus Museum in Weimar, die Suomesta Gallery, die Galerie im Regierungsviertel, das Märkische Museum Berlin und das KW Institut for Contemporary Art Berlin. Sie lebt und arbeiten in Berlin.

Theresa Schubert (*1980 in Neuburg, Deutschland) ist Absolventin des Studiengangs Medien und Design der Bauhaus Universität Weimar, wo sie seit 2016 Doktorandin im Fachbereich Fine Art/Media Art ist. Die Ergebnisse ihres künstlerischen Schaffens fanden bereits international große Aufmerksam, so z.B. in Ausstellungen in der Ars Electronica, Linz, Art Laboratory Berlin, KW Institute for Contemporary Art Berlin, Newcastle Region Art Gallery, beim Electro Fringe Festival Australien, auf der Istanbul Bienniale, dem European Media Art Festival und KIBLA Maribor. Kürzlich berichtetetn die Journale “Antennae”, “Wired” und “Art in Berlin” über die Kunst Schuberts. 2015 veröffentlichte sie ihr Buch “Experiencing the Unconventional. Science in Art”.

Sarah Straßmann (*1980 in Bielefeld, Deutschland) erhielt 2016 ihren Doktortitel im Fach der Freien Kunst an der Bauhaus Universität Weimar, Germany. Zuvor studierte sie unter Prof. E. Raab und Prof. Dr. A. Zika Fotografie und Medien (Diplom) an der Fachhochschule Bielfeld. Ihr fotografisches Werk wurde bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gewürdigt, z.B. im Haus der Fotografie in den Deichtorhallen Hamburg, im Art Foyer DZ Bank Art Collection Frankfurt Main, am Goethe Institut Washington DC, USA, oder dem Fotomuseum Winterthur in der Schweitz. Auch das Museum für angewandte Kunst in Köln und das KW – Institute for contemporary Art in Berlin honorierten ihre Arbeiten in Ausstellungen. Mit ihrer Serie “The Void” war sie 2008/09 Preisträger des Wettbewerbs “Good prospects – Young German Photography”. Namhafte Institutionen und Sammlungen beinhalten Straßmann’s Werk, u.a. das LWL – Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Deutsche Historische Museum Berlin und die Deutsche Bank Kunstsammlung Frankfurt/ Main. Sarah Straßmann lebt und arbeitet in Berlin.

Attilio Tono (1976 in Mariano Comense, Como, Italien) er studierte an der Accademia di Belle Arti di Brera, Milan, Italy und schloß mit einem Diplom in Fine Art ab. Zuvor studierte er zudem der Universität der Bildenden Künste nd Architektur B. Luini in Cantù, Como, Italy. Tonos fand bereits international große Beachtung, z.B. in Korea am Seoul Art Space Geumcheon und in der Workroom Window Gallery in Seoul, sowie in Italien im Museo Tornielli, Ameno, Novara, in der Spazio 74/a Galerie, Mailand, der La Triennale, Muiland and in Deutschland beispielsweise im L’Espace de L’Espèce, Berlin und der HB55 Kunstfabrik. Er lebt und arbeitet sowhl in Mailand als auch in Berlin.

Valentina Torrado (*1981 in Montevideo, Uruguay) studierte Kommunikationsiwssenschaften mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte, Semiotik, Audiovisuelle Medien an der Universidad Católica del Uruguay, und promovierte 2010 in Fine Art und Design an der Bauhaus University Weimar. Ihren Zeichnungen, Gemälde und Projekte wurde in verschiedenen Ausstellungen bereits große Aufmerksamkeit zuteil, u.a. in der Diehl Cube Galerie und dem Hilbertraum in Berlin, der Potemka Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, sowie an der Pablo Atchugarry Foundation for Contemorary Art in Manantiales Uruguay. 2015 veröffentlichte sie ihr Buch “Die Präsenz des Abjekten in der zeitgenössischen Kunstproduktion”.  Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Daniela Zeilinger (*1976 in Linz, Österreich) Nach einigen Gaststudiengängen in Berlin an der Kunsthochschule Weissensee und der Inter-University Centre for Dance, Berlin, graduierte sie 2016 mit dem MFA in Fine Art unter Martin Guttmann an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Österreich. Ihre Multimedialen Arbeiten fanden bereits in Einzel-und Gruppenausstellungen in Deutschland, Slowenien, Tchechien und Österreich großes Interesse: in der Vertikale Galerie, der Sammlung Verbund Wien und in der Galerie Marenzi, Leibnitz, sowie im Hilbertraum, Berlin und dem Muzej Premoderno Umetnosti, Litija. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Wien.

Event Details

pilote c/o SEZ Berlin | »pilote:pilote«
|||::
SEZ Berlin, Landsberger Allee 77, 10249 Berlin, Germany

Tags