Valentina Torrado, Wald V, 2017, Locus Amoenus Series, Fine Art Print - AP, 140 X 90 Cm © Valentina Torrado

Gruppenausstellung

Mit freundlicher Unterstützung von coGalleries:

»pilote : top‘o–graph‘i–cal«

Kathrin Ganser, Sarah Straßmann, Valentina Torrado, Daniela Zeilinger

Vernissage: Freitag, 31. März 2017, 19-22h (Facebook Event)
Presse Preview: 18 Uhr (Um Anmeldung wird gebeten bis 24.03 per mail an moc.y1555780694rarop1555780694metno1555780694c-eto1555780694lip@w1555780694m1555780694)
Ausstellung: 1. – 13. April 2017
Kuratiert von Monique Wysterski
Künstlergespräch: Sonntag, 2. April 2017, 15h
Prof. Dr. Susanne Holschbach (UdK Berlin) im Gespräch mit den Künstlerinnen
Finissage: Donnerstag, 13. April 2017, 19h
Öffnungszeiten: Di-Do 11-18h, Fr & Sa 11-21h, So 15-18h
Eintritt frei

Beschreibung

Pilote ist erfreut, mit der Ausstellung pilote : top′o-graph′i-cal nach der ersten Gruppenausstellung im Herbst 2016 nun, in Zusammenarbeit mit coGalleries, vier seiner Künstlerpositionen in kleinerem Rahmen in Berlin-Mitte zu präsentieren.

Den Arbeitsprozessen aller Künstlerinnen liegt die Auseinandersetzung mit dem Thema Räumlichkeit und Raum zu Grunde: innen, außen, abstrakt und gegenständlich. Die Erforschung von Divergenzen innerhalb der subjektiven, ästhetischen Wahrnehmung von Orten, Gegenden, in (Lebens-)Räumen oder Landschaften steht im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens aller präsentierten Künstlerinnen.

Anhand unterschiedlicher intermedialer Herangehensweisen werden beispielhaft Tiefen erzeugt, die dem Betrachter neue Wirkungsebenen erschließen und neue Perspektiven offenbaren. Darüber hinaus wird die Spanne zwischen Raumentstehung und Raumauflösung untersucht. Durch den Einsatz weiterer Medien erfolgt eine offensichtliche Erweiterung der Fotografie (analog/digital), die Ursprung jedes Werkes ist. Dieser Weg konstituiert prozessuale Gemeinsamkeiten der künstlerischen Werke von Valentina Torrado (URY), Kathrin Ganser (GER), Daniela Zeilinger (AUT) und Sarah Straßmann (GER).

Ausschnitthaft und zugleich facettenreich stellen sie Räume dar, die genuin von der Natur, oder auch von Menschenhand bestimmt sind oder sie konzipieren neue. Die thematisierte Raumauflösung ermöglicht eine neue Wahrnehmung außerhalb der gewohnten Sichtwelt und offenbart das Wirkliche hinter den Dingen. Der Bildgegenstand selbst wird dabei konkret, idealisiert oder abstrakt wiedergegeben. Eine einzigartige mediale Vielschichtigkeit der gezeigten Werke und ihre besondere Bildästhetik reflektieren die zeitgenössische Betrachtung und Identifizierung mit der Umwelt.

KATHRIN GANSER (*1977, GER) präsentiert Ausschnitte ihres Projekts „Plazas“ (seit 2011) haben fotografisch variable Erkundungen von Orten und Plätzen im urbanen (Lebens-)Raum der Künstlerin zum Ausgangspunkt – in Anlehnung an die stadtplanerische Struktur spezifischer Orte Berlins. Aus virtuellen Begehungen (wie z.B. Google street view) gewinnt Ganser visuelle Daten des Stadtraums. Im künstlerischen Prozess werden die Orte in unterschiedliche bildräumliche visuelle Ansichten zerlegt und schließlich bildnerisch in zwei– und dreidimensionale topologische Strukturen rückübersetzt.

SARAH STRASSMANN (*1980, GER) geht in ihrer Serie „Opposite“ (seit 2009) gesellschaftlichen Tendenzen nach, die im Kontext von Globalisierungs- und Mediatisierungsprozessen stehen. Sie entwirft in der Folge assoziative Bilder, die Stimmungen wie „Entgrenzung“ und „Raumauflösung“ thematisieren und bildhaft die Aufhebung von Ort, Zeit und Identität beinhalten. Straßmann’s Fotografien weisen über die reine Abbildung hinaus und werfen die Betrachter auf persönliche Gedankenbilder zurück. Die räumliche Lokalisierung des eigenen Standpunkts konstituiert das individuelle Koordinatensystem der geistigen wie physischen Orientierung im Raum.

VALENTINA TORRADO (*1981, URY) beschäftigt sich in ihrem Arbeitsprozess mit dem Mechanismus der Rekontextualisierung der eigenen kulturell geprägten Geschichte – vor allem mit emotionalen Erlebnissen in der Sprache der Kunst. Torrado’s erlebte Realität und deren Interpretationen – ihr Topos – ihre Umgebung und die Landschaften, die die Künstlerin prägen, überträgt sie ins Grafische. Der “Wald” als Thema wird hier als eine persönliche “Topografie” dargestellt. Mit ihrem derzeitigen Lebensraum assoziiert, bildet der Wald hier das Gegenstück zu dem das Bildnerischen Werk der Künstlerin bisher anführenden Gegenstand: Das Meer als Lebenssymbol versinnbildlicht für Valentina Torrado in früheren Arbeiten ihre sehr enge visuelle und emotionale Beziehung zur Heimat Uruguay.

DANIELA ZEILINGERs (*1976, AUT) Arbeit vollzieht einen Dialog zwischen Malerei und Fotografie. Sie konstruiert malerische Settings, eigens um diese zu fotografieren, das Ergebnis wiederum in diese einzuspeisen, zu re-fotografieren usw. Zeilingers Arbeitsprozess involviert eine breite Palette an Techniken und Mittel, u.a. Aquarellmalerei, Zeichnung, Cut Out, Collage, hochauflösendes Display und Studiobeleuchtung. In ihrer jüngsten Serie, Screenshots, stehen am Ende dieses komplexen Prozesses aus Transformation und Übersetzung analoge großformatige Fotografien. Obwohl es sich bei der Serie um fotografische Prints handelt, scheinen diese der Malerei wesentlich näher, und referieren auf Diskurse abstrakter Malerei, wie des Colorfield Painting. Der physikalische (indexikalische) Zusammenhang zwischen Ausgangszustand und Ergebnis der künstlerischen Transformation ist im Allgemeinen ein charakteristisches Merkmal von Fotografie. Die scheinbare Offensichtlichkeit dieser Relation zu unterwandern, ist jeher ein Leitmotiv der Künstlerin.

Über pilote

Erfahre mehr über pilote in FiBs Berlinverzeichnis.

Über die Künstlerinnen

Kathrin Ganser (*1977 in Marktoberdorf, Deutschland) schloss ihr Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in Deutschland ab und studierte außerdem an der UdK Berlin. Im Jahr 2014 promovierte sie erfolgreich an der Bauhaus Universität Weimar mit ihrer Doktorarbeit “Medienraumbild”. Zahlreiche Kunsträume zeigten bereits in Gruppen- und Duoausstellungen ihre Werke, so u.a. zuletzt der Kunstverein Neckar-Odenwald, die aff Galerie, die Kehrer Galerie Berlin, das Bauhaus Musterhaus Museum in Weimar, die Suomesta Gallery, die Galerie im Regierungsviertel, das Märkische Museum Berlin und das KW Institut for Contemporary Art Berlin. Sie lebt und arbeiten in Berlin.
Profil bei pilote
Website

Sarah Straßmann (*1980 in Bielefeld, Deutschland) erhielt 2016 ihren Doktortitel im Fach der Freien Kunst an der Bauhaus Universität Weimar, Germany. Zuvor studierte sie unter Prof. E. Raab und Prof. Dr. A. Zika Fotografie und Medien (Diplom) an der Fachhochschule Bielfeld. Ihr fotografisches Werk wurde bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gewürdigt, z.B. im Haus der Fotografie in den Deichtorhallen Hamburg, im Art Foyer DZ Bank Art Collection Frankfurt Main, am Goethe Institut Washington DC, USA, oder dem Fotomuseum Winterthur in der Schweitz. Auch das Museum für angewandte Kunst in Köln und das KW – Institute for contemporary Art in Berlin honorierten ihre Arbeiten in Ausstellungen. Mit ihrer Serie “The Void” war sie 2008/09 Preisträger des Wettbewerbs “Good prospects – Young German Photography”. Namhafte Institutionen und Sammlungen beinhalten Straßmanns Werk, u.a. das LWL – Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Deutsche Historische Museum Berlin und die DZ Bank Sammlung Frankfurt/ Main. Sarah Straßmann lebt und arbeitet in Berlin.
Profil bei pilote
Portfolio auf FiB
Website

Valentina Torrado (*1981 in Montevideo, Uruguay) studierte Kommunikationsiwssenschaften mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte, Semiotik, Audiovisuelle Medien an der Universidad Católica del Uruguay, und promovierte 2013 in Fine Art und Design an der Bauhaus University Weimar. Ihren Zeichnungen, Gemälde und Projekte wurde in verschiedenen Ausstellungen bereits große Aufmerksamkeit zuteil, u.a. in der Diehl Cube Galerie und dem Hilbertraum in Berlin, der Potemka Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig, sowie an der Pablo Atchugarry Foundation for Contemorary Art in Manantiales Uruguay. 2015 veröffentlichte sie ihr Buch “Die Präsenz des Abjekten in der zeitgenössischen Kunstproduktion”. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Profil bei pilote
Website

Daniela Zeilinger (*1976 in Linz, Österreich)
Nach einigen Gaststudiengängen in Berlin an der Kunsthochschule Weissensee und der Inter-University Centre for Dance, Berlin, graduierte sie 2016 mit dem MFA in Fine Art unter Martin Guttmann an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Österreich. Ihre Multimedialen Arbeiten fanden bereits in Einzel-und Gruppenausstellungen in Deutschland, Slowenien, Tchechien und Österreich großes Interesse: Vertikale Galerie, EIKON Schaufenster, Vienna sowie im Hilbertraum, Berlin. Ihre Fotografien sind Teil renommierter Sammlungen Österreichs wie z.B. der Vienna Insurance Group und des Kupferstichkabinetts. Sie lebt und arbeitet in Wien, Österreich.
Profil bei pilote

Event Details

pilote
|||::
Torstraße 170, 10115 Berlin, Germany

Tags