#PiBinterview

7 FRAGEN AN…
Felix Will & Stephan Ortmanns

PiB Interview Nº8 | Juni 2018

Viel Freude mit dem #PiBinterview Nº8 in der Reihe »7 Fragen an…« – diesmal mit den Fotografen Felix Will & Stephan Ortmanns!

PiB: Hallo Felix & Stephan, wollt ihr euch bitte kurz vorstellen?

Wir sind Felix Will & Stephan Ortmanns, ein Fotografen-Duo aus Köln/Düsseldorf. Zusammen haben wir 2017 in Marokko die Portraitstrecke mit dem Titel „Salem Aleikum“ fotografiert. Über einen Zeitraum von 2 Wochen bereisten wir das Land entlang einer sorgfältig geplanten Route. Unser Ziel war es die Vielseitigkeit des Landes und der dort lebenden Menschen abzubilden. Angefangen in den Gebirgszügen des Atlas, hin zur Sahara, weiter durch blühende Oasen und schließlich bis zum atlantischen Ozean. Die auf unserer Reise entstandenen Portraits präsentieren wir vom 22.06. – 06.07.2018 in einer Ausstellung im Kulturzentrum der Botschaft des Königreichs Marokko in Berlin.

PiB: Wie seid ihr zur Fotografie gekommen, und was bedeutet Fotografie für euch?

F&S: Eine interessante Frage. Insbesondere weil wir auf ganz unterschiedlichen Wegen zur Fotografie gefunden haben. Stephan hat Kommunikationsdesign studiert und darüber einen Zugang zur Fotografie gefunden. Er wurde dabei maßgeblich von Prof. Wilhelm Schürmann geprägt. Demgegenüber hat Felix als Autodidakt und Quereinsteiger seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Werbe- und Modefotografen konnte Felix die verschiedenen Stilrichtungen der Fotografie kennenlernen und fand darüber seinen Einstieg in die Branche. Wir sind beide mittlerweile als selbstständige Fotografen in Köln/Düsseldorf und darüber hinaus unterwegs.

PiB: Wer inspiriert euch?

F&S: Für unser aktuelles Projekt „Salem Aleikum“ gab es gleich mehrere Einflüsse und Inspirationsquellen. Zum einen ist hier Jimmy Nelson zu nennen, der durch seine unglaublich starke Bildsprache verschiedenste Kulturen portraitiert und inszeniert. Ein weiterer Einfluss sind die Portraits, die Joey L. auf seinen Reisen (z.B. durch Indien und Südamerika) gemacht hat. An seinen Werken fasziniert uns ganz besonders, dass er nicht nur die Menschen an sich, sondern auch ihr Wesen und ihren Stolz abbildet.

PiB: Was macht für euch ein “gutes” Bild aus?

F&S: Wir werden jeden Tag geradezu überschwemmt mit verschiedenen Bildern. Ein gutes Bild bleibt auch nach einem Tag noch in Erinnerung und sticht aus der Masse hervor.

PiB: Könntet ihr bitte eines eurer Fotos auswählen, und uns die Geschichte dazu erzählen?

F&S: Unsere Route führte uns auch durch die Todra-Schlucht. Am Ende der Schlucht entdeckten wir in einem kargen, ausgetrockneten Flussbett den roten LKW. Kurzerhand parkten wir am Straßenrand, packten die Kameras und kletterten ins Flussbett. Wir trafen dort auf vier Männer, die gerade dabei waren den LKW mit großen Steinen zu beladen. Einer der Männer trat sofort vor unsere Kamera und ein zweiter hatte viel Spaß den Blitz für das Portrait zu halten. Danach wurden wir von einem der Männer in sein Dorf eingeladen. Dort saßen wir dann bei Minz-Tee und Fladenbrot während der Mann uns stolz seine Familie vorstellte.

PiB: Welchen Anteil eurer Bilder verwendet ihr tatsächlich weiter?

F&S: In der Werbefotografie macht man oft 1000 Bilder an einem Tag und es werden nur einige, wenige ausgewählt und verwendet. Bei unserer Portraitstrecke „Salem Aleikum“ mussten wir anders vorgehen. Die Begegnungen mit den Portraitierten waren immer sehr kurz, sodass dabei oftmals nur eine Handvoll Bilder entstanden. Pro Portrait hatten wir ca. 5-10 Fotos, um eine Auswahl für unsere Serie zu treffen.

PiB: Welcher Aspekt eurer Arbeit macht euch am meisten/wenigsten Spaß?

F&S: Im Mittelpunkt stehen für uns die Begegnungen mit den Portraitierten. Die Herausforderung in kurzer Zeit die Interaktion mit dem Sujet, die Komposition und die Lichtsetzung zu perfektionieren hat uns gefordert aber auch Spaß gemacht.

PiB: Worauf freut ihr euch?

F&S: Wir freuen uns viele Leser des Interviews und des PiB-Guides zu unserer aktuellen Ausstellung in der Botschaft des Königreichs Marokko in Berlin-Mitte begrüßen zu können.

PiB: Felix & Stephan, herzlichen Dank für dieses Interview!

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Der PiB Guide Nº19 | Juli/August 2018 © PiB – Photography in Berlin. #pibguide. COVER FOTO: Wim Wenders, reluctant, unknown photographer, 1971 © Wim Wenders, Courtesy Wim Wenders Stiftung. Ausstellung »Wim Wenders . Sofort Bilder« bei C/O Berlin, Vernissage: Freitag, 6. Juli 2018, 19 Uhr.

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