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Gruppenausstellung

»Leben – Neun Positionen zu Biografie«

Romy Bötticher-Timm, Anneliese Fechner, Gunda Güldner, Sibylle Hoffmann, Almut Iser, Gabriele Kuhlewind, Constanze Kutschker, Max Moldau, Irina Voigt

In diesem Ausstellungsprojekt geht es um die Beschäftigung mit Lebensgeschichten: Biografien von Menschen aus dem Umfeld von Familie oder Freunden, aber auch von bekannten, berühmten Persönlichkeiten, die eine besondere Bedeutung für die Fotografinnen haben oder hatten als Vorbilder, Idole.
Die Biografie eines Menschen ist immer bezogen auf die Zeit, in der er lebt, also seine Gegenwart. In der Auseinandersetzung mit dem Leben eines anderen ergibt sich daraus ein Bezug zu dessen Vergangenheit und Zukunft.
Da Biografiearbeit immer auch Erinnerungsarbeit ist, ist das fotografische Bild wesentlicher Bestandteil einer Annäherung, die über eigene Fotografien, Archivbilder und ergänzende Texte gelingt. So gibt es in dieser Ausstellung Ansätze, die bewusst subjektive Schwerpunkte in der Auseinandersetzung mit bekannten Personen, aber auch mit der eigenen Familie setzen. Andere Arbeiten verwenden gefundenes Bildmaterial, stellen in fragmentarischer Weise neue biografische Zusammenhänge her und fragen nach dem, was bleibt.

Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse des Projektkurses Biografiearbeit am Photocentrum der Gilberto-Bosques-VHS Friedrichshain-Kreuzberg in Kooperation mit dem projektraum des Kulturhauses alte feuerwache, unter der Leitung von Sibylle Hoffmann. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Romy Bötticher-Timm | Die Liebe begegnet einem, einfach so…

Virginia Woolf beschreibt in ihren autobiographischen Skizzen vereinzelten Augenblicke des Daseins, die eingebettet waren in viele zahlreichere Augenblicke des Nicht-Seins. Einige dieser Augenblicke nahm ich zum Anlass meiner Arbeit. Es war eine emotionale Entscheidung, ein Bauchgefühl. Hinzu kamen Ansätze eigener biografischer Hintergründe, die Liebe zum Meer und meine Arbeit mit psychisch kranken Menschen. Ich hätte sie gern gekannt.
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Anneliese Fechner | Liebster Vater

Ein subjektiver fotografischer Dialog zwischen Motiven kafkascher Biografie und Aspekten des kafkaesken Werkes.
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Gunda Güldner | Sumo

Katzen haben neun Leben – oder waren es doch nur sieben?
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Sibylle Hoffmann | Das unsichtbare Band

Das unsichtbare Band ist ein Versuch über Bilder Verbindungen zu erkennen, die nicht nur die eigene Biografie geprägt haben, sondern sich über Generationen wiederfinden, die Nähe und Distanz spüren lassen in einem Familiensystem, in dem am Ende doch jeder sein eigenes Leben vollenden muss. Dennoch zieht dieses Band sich weiter durch unser Leben und zeigt, dass nicht nur die eigene Biografie darüber entscheidet wie wir durch das Leben gehen, sondern auch die Lebensgeschichte unserer Vorfahren. Und dieses Band wird auch das Leben unserer Kinder weiter begleiten.
Website #1 | Website #2

Almut Iser | Fräulein Gerda B. finden

Als Kind lernte ich sie kennen, ich war sechs und sie über sechzig und sie gehörte zu einer kleinen Gruppe von älteren nicht verheirateten oder verwitweten Damen, die in der Gemeinde meines Vaters arbeiteten: Die Küsterin, die Gemeindeschwester, die Putzfrau und sie, die Gemeindehelferin -Nachbarinnen. Anfang der achtziger Jahre verließ ich Bremerhaven und verlor sie aus den Augen. Mein Vater übernahm die Vormundschaft für sie, bis sie Mitte der achtziger Jahre starb und ihre Fotoalben in seinen Besitz kamen – sieben Alben einer mir wenig bekannten Person.

Wenn ich an sie denke, sehe ich sie Kaffee trinkend vor mir. Sie war ein schweigsamer Mensch. Ich kannte sie nicht besonders gut.
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Gabriele Kuhlewind | Handspiel

Meine Bildquellen sind Fotografien aus fremden und eigenen Familienarchiven. Verstreute Dokumente, Erinnerungen aus einer Vielzahl an Biografien. Aus diesen Bildern, in denen Hände meist nur einen sehr geringen Teil der Gesamtfläche einnehmen, gestalte ich Ausschnitte, reduziert auf die Hände und deren unmittelbare Umgebung.

Die Bildfragmente handeln von Momenten im Leben unbekannter Menschen. Ihre Ausschnitthaftigkeit ist offensichtlich und wirkt szenenhaft, erzählerisch. Unwillkürlich gehen Auge und Gedächtnis auf Spurensuche in eigenen Lebenserfahrungen und -erinnerungen, um die Situation zu entschlüsseln, ihr Sinn zu geben. Vor dem inneren Auge der Betrachter entspinnen sich individuelle Geschichten und Deutungen.
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Constanze Kutschker | Signalement: Jane B.

Jane Birkin altert nicht. Sie bleibt jung, dünn und schüchtern. Ein Männeridol. Die Arbeit zeigt das Vergammeln eines Lilienbouquets hinter Zellophan.
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Max Moldau | Böhmen liegt am Meer

Ein anderes Leben, hier der Dichterin Ingeborg Bachmann, kann ich unmöglich begreifen. Mein eigenes Leben zu deuten und ihm einen Sinn zu geben, erscheint mir ähnlich schwierig. „Böhmen liegt am Meer“ ist ein Versuch, ein fremdes und das eigene Leben in einem Lebensgefühl zu finden. Leben als Hoffnung. Wir finden sie in Bachmanns gleichnamigem Gedicht, dem ich mich photographisch annähern möchte.
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Irina Voigt | Das Verschwinden | Bruno M.

Und wie viel sind von ihnen in die Schlucht gefallen,
Die keiner in der Ferne sehen kann!
Und kommt ein Tag, verlasse ich wie alle
Die Erde irgendwann.
Wird alles steif, was konnte kämpfen, singen
Und strahlen, und was auch eifrig war:
Und Grün von meinen Augen, und feine Stimme,
Und Gold von meinem Haar.
Und wird das Leben mit den Sorgen jeden Tag,
Und die Erinnerung an vielen Tagen wird verloren,
Und alles unter’m Himmel auch so bleibt,
Als wurde ich auf dieser Erde nie geboren!
Marina Zwetajewa (Übersetzung Ekaterina Overbeck)
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11. Jan — 17. Feb 2019
Vernissage: Freitag, 11. Jan, 19h
Führung & Werkstattgespräch (auf Deutsch): Samstag, 26. Jan, 15h
Finissage & Lesung (auf Deutsch): Sonntag, 17. Feb, 16h

Marchlewskistraße 6, 10243 Berlin
[Friedrichshain | Friedrichshain-Kreuzberg]

Öffnungszeiten: Di-Do 11-19h, Fr-So 12-20h

Eintritt frei

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