Gruppenausstellung

»Intimate Portrait«

Ostkreuzschule für Fotografie | Seminar Michael Grieve

Séverine Lenglet, Malea Birke, Julia Akimova, Eva Grillhösl, Felipe Ascacibar, Sandy Kramer, Thomas Hirsch-Hüffell, Wulf Rössler, Anastasia Chernykh

“In order to get the right shot, you have to get uncomfortable.”, lehrte Michael Grieve, der Leiter der Seminarklasse an der Ostkreuzschule für Fotografie OKS. Nach einem Jahr sind die Abschlussarbeiten der neun FotografInnen fertig und werden am ersten Aprilwochenende präsentiert. Die verschiedenen Arbeiten sind eine Annäherung an die Herausforderung der Fotografie: Die Wirklichkeit so darzustellen, «wie sie wirklich ist». Dabei reibt sich die Wirklichkeit mit der Perspektive des Fotografens. Heraus kommen hochwertige perspektivische Arbeiten, die den einzelnen Fotografen auf seiner Suche nach der individuellen Wahrheit begleiten.

Weitere Infos gibt’s auf dem Instagram Seite von Ostkreuzschule Seminare, sowie auf den Insta Accounts der jeweiligen Künstler*innen, siehe nachfolgende Links.

Begleitprogramm

Freitag, 1. April 2022, 18 Uhr
Vernissage

Samstag, 2. April 2022, 15 Uhr
Meet the Artists & Kuratorenführung mit Michael Grieve

Teilnehmende Künstler*innen

Séverine Lenglet
“10 Femmes”

Séverine Lenglet, Journalistin & Fotografin, beschäftigte sich mit der Mutterrolle in Deutschland. Hinter jeder Mutter, so hingebungsvoll und glücklich sie auch sein mag, steht eine Frau mit ihren Gefühlen, Emotionen, Wünschen, Träumen, Frustrationen, Sorgen und Ängsten. Die Serie „10 Femmes“ ist das Ergebnis eines Austauschs mit 10 Frauen, mit 10 jungen Müttern, die die Idealisierung der Mutterrolle hinterfragen, die oft wenig Raum für die vielen Facetten unserer weiblichen Identitäten lässt.

Malea Birke
“The space in between”

Malea Birke, Heilkünstlerin, portraitierte den sozialpolitischen Prozess „The space in between“. Es ist die persönliche und soziale Analyse über den Augenblick, wenn eine Sache endet und die nächste noch nicht greifbar ist. Dieser Raum scheint rhythmisch zu sein und sich auf privater Ebene und auf kollektiver Ebene durch Geburt, Altern und Tod aufzuzeigen. In den meisten Fällen gilt er als unangenehm, weil er mit der Ungewissheit konfrontiert. Sie besuchte Orte des zweiten Weltkrieges, begleitete eine Frau vor ihrer Geburt, portraitierte eine Wohnung, wo der Bewohner kurz vorher verstorben war und begleitete Menschen, die sich am Ende ihres Lebens mit der Vergänglichkeit beschäftigen.

Julia Akimova
“Brothers and sisters”

Julia Akimova, Architektin & Fotografin, untersuchte in „Brothers and sisters“ zwischenmenschliche Beziehungen unter erwachsenen Geschwistern. zwischenmenschliche Beziehungen unter erwachsenen Geschwistern. Die Fotos entstanden jeweils nach einem Gespräch, in dem die porträtierten Geschwister über ihre Beziehung zueinander berichteten. Es wurden sowohl Verbundenheit und Nähe, als auch Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten, in diesem kleinen Universum namens Blutverwandtschaften untersucht. Wie hat die erwachsenen Geschwister die gemeinsame Zeit in der Kindheit geprägt? Wie nah steht man im erwachsenen Leben zueinander? Wie viel darf eine fremde Person von solch intimen Lebenserfahrungen erfahren? All die Fragen wurden unterschiedlich von den porträtierten Personen wahrgenommen und reflektiert. Für einige waren diese Konstellation und das Endergebnis doch zu persönlich. Diese Portraits werden die lieben Gäste der Ausstellung nicht betrachten können.

Wulf Rössler
“The self and the other”

Wulf Rössler, Psychiater & Fotograf, erforschte in „Das Selbst und das Anderer“, wie in Zeiten von Corona viele Menschen mit Einsamkeit und Isolation zu kämpfen hatten. Während des letzten Jahres entstanden photographische Arbeiten, was diese schwierigen Zeiten mit ihm und seiner Beziehung gemacht haben.

Thomas Hirsch-Hüffell
“from the front”

Thomas Hirsch-Hüffell, Pastor, Coach & Fotograf, beschäftigt sich jahrzehntelang mit Menschen und ihren Gemütszuständen. In den Portraits „von vorne“ zeigt er, wie sich in Mimik und Gestik etwas offenbart und gleichzeitig verbirgt. Es gehört zum alltäglichen Miteinander, Botschaften in Gesichtern zu interpretieren.  In zwei Videoinstallationen lotet er die Kommunikation zwischen Betrachter und Betrachtetem aus.

Felipe Ascacibar
“Ordinary resident”

Felipe Ascacibar, Filmemacher & Fotograf, entschied sich für das Projekt „Ordinary resident“ mit einer Großbildkamera zu arbeiten, um neue Arbeitstechniken zu lernen. Durch die Einschränkungen und Entschleunigung hat er sich bewusster mit Komposition, Licht und dem Motiv auseinandergesetzt. Ende 2021 zog er wegen persönlichen Lebensumständen nach Spanien. Bevor er seine Kamera aufbaute, hat er über einige Wochen nur Licht, Eigenarten und Gesichter beobachtet. Um das Gewöhnliche des Arbeiterviertels darzustellen wählte er bewusst reduzierte Hintergründe und nutze ausschließlich das von den Wohnblöcken reflektierte Sonnenlicht.

Sandy Kramer
“Fragmente”

Sandy Kramer, Mediengestalterin & Fotografin, verarbeitet in “Fragmente” ihre Erfahrungen mit chronischen Depressionen. Mit ihren Arbeiten legt sie ihr Innenleben dar und erforscht unter anderem das allumfassende Gefühl der Leere, die Entfremdung ihrer selbst und ihren inneren Zwiespalt. Es handelt sich dabei sowohl um eine Versöhnung als auch um den Versuch die Betrachtenden näher an die Thematik heranzuführen.

Eva Grillhösl
“Insights”

Eva Grillhösl, Redakteurin & Fotografin, hat sieben wildfremde Menschen gefragt, ob sie ihr Einblick in ihr Leben gewähren. Alle haben spontan Ja gesagt. Mit der Arbeit „Einblicke“ zeigt die Fotografin sieben Begegnungen, die – jede auf ihre Art – Spuren hinterlassen haben. Die anfängliche Zurückhaltung auf beiden Seiten ist meist einer Offenheit, Herzlichkeit und Großzügigkeit gewichen. Und: Es kam zwar nichts Intimes, dafür Privates zutage.

Anastasia Chernykh
“gem/einsam”

Anastasia Chernykh, Fotografin, beschäftigt sich in ihrem Projekt „gem/einsam“ mit der Idee der Intimität innerhalb einer romantischen Beziehung. Trotz der extremen Nähe zwischen Menschen, die sich entschieden haben, zusammen zu sein, gibt es oft einen unvermeidlichen Raum, etwas Unausgesprochenes, etwas, das dazu beiträgt, ihre Individualität und Unabhängigkeit zu bewahren. Sie versucht diesen Beziehungsaspekt durch Portraits von Berührung zu zeigen, um etwas Einzigartiges und Wiederkehrendes zu entdecken; die Formen und Muster einer körperlichen Verbindung, die Paare im Laufe der Zeit entwickeln…

OKS – Ostkreuzschule für Fotografie Berlin

2. & 3. April 2022
Vernissage: Freitag, 1. April, 18 Uhr
+ Begleitprogramm: bitte siehe oben

Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
[Ortsteil: Kreuzberg | Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg]

Öffnungszeiten für diese Ausstellung: Sa & So 11 – 19 Uhr

Eintritt frei

+++ Please pay attention to the current Corona regulations of the respective gallery/institution. +++ Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Bestimmungen der jeweiligen Galerie/Institution.

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