Gruppenausstellung

»Nach der Flucht«

After the Escape | Після порятунку

Ein Ausstellungsprojekt mit Fotografien der Agentur Ostkreuz, dem »Records of War Archive« von Troyanda Studio und einer Veranstaltungsreihe, kuratiert von Vitsche (u.A.)

Jeden Tag erreichen uns grauenhafte Nachrichten und Bilder aus der Ukraine. Es ist Krieg in Europa, Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der russischen Armee.

Zwei Fotografinnen der Agentur Ostkreuz, Johanna-Maria Fritz und Mila Teshaieva, sind seit Kriegsbeginn in der Ukraine. Ihre Bilder in der Ausstellung zeigen uns, wovor die Menschen fliehen. Seit Anfang März porträtieren Ostkreuz-Fotograf*innen außerdem diejenigen, die auf der Flucht sind. In kurzen Texten erzählen die Geflüchteten außerdem ihre persönlichen Geschichten.

»Nach der Flucht« möchte den Menschen aus der Ukraine Raum geben. Dazu laden wir im Mai 2022 Kulturschaffende aus der Ukraine zu einer Veranstaltungsreihe in die Berliner Zionskirche ein. Das Projekt entsteht als Reaktion, verändert sich im Prozess und entwickelt sich stetig weiter. Wir wollen zuhören, lernen, uns ausliefern.

Ein Forum der Begegnung
Die Zionskirche hat eine traditionsreiche Geschichte. Sie bot zu DDR-Zeiten einen geschützten Raum für Menschen, die nicht aus ihrem Land fliehen konnten oder wollten. Die Zionskirche war ein wichtiger Ort für die Demokratiebewegung in der DDR – hier entsteht jetzt für vier Wochen bis zur Renovierung des Kirchenraums Anfang Juni ein neues Forum der Begegnung.

Weitere Informationen:
vitsche.orgfebruary24.net

Das in der Ausstellung vertretene »Records of war Archive« ist das publizistische Projekt eines Redaktionsteams, das aus vertriebenen Ukrainer*innen besteht. Das Team sammelt und übersetzt Tagebücher und persönliche Erinnerungen von Menschen, die direkt betroffen sind vom Russisch-Ukrainischen Krieg. Sie können das »Records of war Archive« Projekt mit einer Spende unterstützen. Alle Eingänge werden zu gleichen Anteilen an die am Projekt Mitwirkenden ausgeschüttet. Das Redaktionsteam arbeitet ehrenamtlich.

Begleitprogramm

Sonntag, 8. Mai 2022, 19 Uhr
Performances »Golosinnya« & »Non verba«
Golosinnya (dt. Klagelied) wird kuratiert von den Vitsche-Mitgliedern Serafima Brig und Eva Yakubovska. Die Veranstaltung besteht aus zwei Performances:
»Non verba« von Maryana Danchenko reflektiert die Redewendung »Ich habe keine Worte« im Angesicht der Schrecken des Krieges. Das Projekt bietet eine Bühne dafür, was Ukrainer*innen dieser Tage fühlen – und was sie im zweiten Weltkrieg gefühlt haben. Es basiert auf dem Interview einer Überlebenden eines NS-Arbeitslagers.
Bohdan Morozs Performance »Lament« basiert auf der ukrainischen Tradition der Klagelieder für Gestorbene. Die Arbeit ist ein Versuch, die Schrecken und die Schmerzen, die gerade über die Ukraine hereinbrechen, zu reflektieren. Ursprünglich ist es ein Lied, welches sich an Mütter richtet. Nun wird es zum Klagelied für die von den russischen Soldat*innen brutal ermordeten Ukrainer*innen.
Die Performance wird anlässlich des Muttertags am 8. Mai in der Zionskirche stattfinden – einen Tag vor dem in vielen ehemaligen Sowjetstaaten gefeierten »Tag des Sieges«.

Samstag, 14. Mai 2022, 19 Uhr
Lesung
Tagebuch der Evakuierung von Kateryna Jakowlenko Gespräch mit Angelina Kariakina (Chefredakteurin der Nachrichtenredaktion „Suspilne“, dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender, Kyjiw), Florian Bachmeier (Fotograf, München), moderiert von Susanne Strätling (Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Slawische Literatur an der Freien Universität Berlin) und übersetzt von Frank Thomas. Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache stattfinden.
Details

Mittwoch, 25. Mai 2022, 19 Uhr
Podiumsdiskussion
Details

Samstag, 28. Mai 2022, 19 Uhr
Konzert
Details
Für weitere kommende Begleitveranstaltungen & Details besuche bitte ostkreuz.de/neues.

6. Mai — 6. Juni 2022
Vernissage: Freitag, 6. Mai, 18 Uhr
+ Begleitprogramm: bitte siehe oben

Zionskirchplatz, 10119 Berlin
[Ortsteil: Mitte | Bezirk: Mitte]

Öffnungszeiten: Mo – Sa 14 – 18 Uhr, So 12 – 16 Uhr

Eintritt frei

+++ Please pay attention to the current Corona regulations of the respective gallery/institution. +++ Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Bestimmungen der jeweiligen Galerie/Institution.

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