Ausstellung

»Voll der Osten. Leben in der DDR«

Eine Fotoausstellung von Harald Hauswald mit Texten von Stefan Wolle

Herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur und OSTKREUZ Agentur der Fotografen

Nachtrag / Anm. d. Red.:
Nach der Ausstellungspremiere (am 14. Feb) ist die Ausstellung vom 14. Februar bis zum 27. April 2018 im Berliner Podewil (Klosterstraße 68, 10179 Berlin-Mitte) zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei.
Weitere Infos

OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden zur Premiere der Ausstellung »Voll der Osten. Leben in der DDR« ein, die auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotografien von Harald Hauswald präsentiert. Sie zeigen eine ungeschminkte DDR, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellungstexte hat der Historiker Dr. Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist. Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist.

In die Ausstellung führt der ehemalige »stern«-Fotoreporter Harald Schmitt ein. Der mehrfach mit dem World Press Photo Award ausgezeichnete Fotograf war von 1977 bis 1983 stern Fotoreporter in der DDR. Im Anschluss findet eine Diskussion mit den beiden Fotografen und dem Autor statt.

Die Ausstellung „Voll der Osten“ wurde als Posterset in einer Auflage von 2.000 Exemplaren gedruckt, von denen bereits mehr als die Hälfte bundesweit von Bildungseinrichtungen vorbestellt worden sind. Darüber hinaus liegt die Ausstellung in englischer, französischer und spanischer Sprache vor und kann so weltweit im Rahmen der deutschen Kulturarbeit im Ausland gezeigt werden. Nähere Informationen finden Sie unter
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/vollderosten

Die Ausstellung „Voll der Osten“ knüpft an die Ausstellung „Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR“ an, mit der die Bundesstiftung Aufarbeitung 2010 Fotos von Harald Schmitt präsentiert hatte. Autor der Ausstellung war damals ebenfalls der Historiker und Publizist Dr. Stefan Wolle. Mehr dazu unter
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/hwdd

Der Film zur Ausstellung:

Zusätzlich zum Film finden Sie in dieser YouTube-Playlist Videos, die die Bildtafeln der Ausstellung erklären.

Die Ausstellungsmacher

Der Fotograf

Harald Hauswald (*1954 in Radebeul) zog nach einer Ausbildung zum Fotografen Ende der 1970er Jahre nach Ost-Berlin. Als erster DDR-Fotograf veröffentlichte er in den 1980er Jahren in bedeutenden Zeitschriften wie Geo oder Stern. 1989 wurde er in den Verband Bildender Künstler (VBK) aufgenommen. Seine Bilder aus der Zeit vor der Friedlichen Revolution haben das Bild der DDR und die Erinnerungen an Ostberlin mitgeprägt und wurden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Seit 1997 ist Hauswald Träger des Bundesverdienstkreuzes und erhielt 2006 für sein Lebenswerk den „Einheitspreis – Bürgerpreis zur deutschen Einheit“ von der Bundeszentrale für politische Bildung. 2009 erschien der Film „Radfahrer“ über Hauswalds gleichnamige Stasiakte. Er ist Gründungsmitglied der OSTKREUZ Agentur der Fotografen und lebt und arbeitet in Berlin.

Der Autor

Stefan Wolle wurde 1950 in Halle/Saale geboren. Er studierte an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin Geschichte. 1971 wurde er aus politischen Gründen von der Universität relegiert und musste sich „in der Produktion bewähren“. Danach konnte er sein Studium fortsetzen. Von 1976 bis 1989 arbeitete er an der Akademie der Wissenschaften der DDR und promovierte 1984. Ab Anfang 1990 war Stefan Wolle Mitarbeiter des Komitees für die Auflösung der Staatssicherheit und von 1991 bis 1996 Assistent an der Humboldt-Universität. Danach war er an der Freien Universität Berlin und bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur tätig. Seit 2005 ist er Wissenschaftlicher Leiter des DDR-Museums in Berlin. Stefan Wolle schrieb zahlreiche Bücher und Artikel über die DDR. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählt die Trilogie „Die heile Welt der Diktatur. Alltag und Herrschaft in der DDR“, deren Bände 1998, 2011 und 2013 im Ch. Links Verlag Berlin erschienen.

Die Herausgeber

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt mit ihrer Projektförderung sowie eigenen Angeboten zur umfassenden Auseinandersetzung mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa bei. OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von sieben ostdeutschen Fotografinnen und Fotografen in Paris gegründet. Heute zählt die Agentur 22 Mitglieder aus ehemals Ost und West und gilt als das renommierteste Fotografenkollektiv Deutschlands.

Bundesstiftung Zur Aufarbeitung Der SED-Dikatur | OSTKREUZ Agentur Der Fotografen
Bundesstiftung Zur Aufarbeitung Der SED-Dikatur | OSTKREUZ Agentur Der Fotografen

Ausstellungspremiere: Mittwoch, 14. Feb 2018, 18h

Kronenstraße 5, 
10117 Berlin
[Mitte | Mitte]

Eintritt frei

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(detail) © Linn Schröder/OSTKREUZ
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