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Gruppenausstellung

»Mario Testino. Undressed
Helmut Newton. Unseen
Jean Pigozzi. Pool Party«

Helmut Newton hatte bei der Gründung seiner Stiftung im Jahr 2003 verfügt, parallel zu seinem eigenen Werk anderen Fotografen hier ebenfalls ein Forum zu bieten. Dieser Wunsch wird auch posthum umgesetzt, und diesmal sind es zwei ungewöhnliche Projekte befreundeter Kollegen: Mario Testino und Jean Pigozzi.

Testinos „Undressed“ ist eine ortsspezifische, für die Helmut Newton Stiftung exklusiv konzipierte Installation aus Mode- und Aktaufnahmen, darunter zahlreiche unveröffentlichte Studioporträts. Bei dieser Bildauswahl geht es um um eine Analyse der Übergänge von Mode, Erotik und Anatomie, welche uns einen tiefen Einblick in Testinos Archive und Arbeitsmethodik gewährt. 50 überlebensgroße Porträts wurden direkt auf die Wände der drei Ausstellungssäle geklebt, wobei die Bilder selbst bis in die Ecken und hoch zur Decke reichen. Diese außergewöhnliche Präsentationsform, die in Testinos Werk und in der Ausstellungshistorie der Stiftung ohne Vergleich und Vorbild ist, füllt den Raum mit Körpern und Emotionen an.

Von Helmut Newton wurden Originalabzüge unterschiedlicher Formate aus dem Stiftungsarchiv ausgewählt, die bislang überwiegend noch nicht gezeigt wurden. Sie ergänzen das bekannte Werk Newtons, darunter und Aktaufnahmen. Newton kombinierte Nacktheit und Mode sehr subtil – und macht uns Bildbetrachter bis heute unweigerlich zu Voyeuren. So begleiten und kommentieren Newtons Aufnahmen den Wandel der Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft jener Zeit. Dieser Aspekt ist für sein gesamtes Werk voller zeitloser Eleganz zu konstatieren – und das Gleiche gilt für Mario Testino.

In June’s Room zeigt die Stiftung „Pool Party“ von Jean Pigozzi: kleinformatige, schnappschussartige Aufnahmen, entstanden rund um dessen Swimming Pool am Cap d’Antibes, nahe der von Ettore Sottsass 1953 für Pigozzis Vater Henri erbauten Villa Dorane. Dort entspannten sich neben Helmut und June Newton auch zahlreiche andere Prominente des internationalen Kultur-Jet-Sets. Es sind es spontane und private Freundschaftsbilder, u.a. von Mick Jagger und Bono, Liz Taylor und Naomi Campbell; manche von ihnen hat auch Newton in einem anderen Kontext porträtiert.

FINISSAGE VON MARIO TESTINO. UNDRESSED
MIT EINER STREET ART INTERVENTION

Sonntag, 19. November 2017, 11 – 19 Uhr
Hinweis: Die Street-Art-Künstlerinnen beginnen mit ihrer Arbeit in Testinos Undressed am 11. November. Am 17. November ab 14 Uhr und am Samstag, 18. November, ist die Ausstellung für Besucher geschlossen. Am Sonntag, 19. November, kann die Kunstintervention einen Tag lang besucht werden. Es gelten die üblichen Eintrittspreise für das Museum.

Mario Testinos spektakuläre Ausstellung Undressed in der Helmut Newton Stiftung endet am Sonntag, den 19. November 2017 mit einer einzigartigen Street-Art-Intervention. Als zusätzliches Highlight der sechs sehr erfolgreichen Ausstellungsmonate hat der bekannte Fotograf drei Street Art-Künstlerinnen eingeladen, die überlebensgroßen Bilder seiner Ausstellung radikal zu bearbeiten. Die Ergebnisse sind dann einen Tag lang im Museum zu sehen.

„Aufgrund der enormen Größe meiner Arbeiten in dieser Ausstellung und der besonderen Art der Präsentation, entwickelte sich schnell die Idee, mit einem Akt des „Vandalismus“ zu experimentieren, bevor alles demontiert wird. Bereits im Juni während des Ausstellungsaufbaus war mir klar, hier soll am Ende jemand anderes kommen und die Flächen ganz neu nutzen und eine zusätzliche Schicht, eine eigene Erfahrung darüberlegen“, erklärt Testino.

Seine Agentur MARIOTESTINO+ arbeitete eng mit der Helmut Newton Stiftung und Yasha Young, Executive Creative Director von URBAN NATION, hinsichtlich dieser ungewöhnlichen Intervention zusammen. Drei von Youngs Künstlerinnen bekommen nun künstlerisch freie Hand und arbeiten ab 11. November in den drei Testino-Ausstellungsräumen mit Medien ihrer Wahl.

Mimi Scholz, Hera von Herakut und Sandra Chevrier werden in ihrer individuellen Technik und Bildsprache auf die ausgestellten Mode- und Aktbilder reagieren, und der gesamte Prozess wird für Testinos Fernsehkanal miramira.tv aufgezeichnet. Alle Kunstwerke werden nach Abschluss der Ausstellung zerstört; ein konsequenter Akt, in dem sich auch die Flüchtigkeit von Straßenkunst widerspiegelt.

Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung, erklärt zur Kooperation:

Für Undressed hat Mario Testino eine außergewöhnliche Präsentationsform gewählt, die in seinem Werk und in der Ausstellungsgeschichte der Helmut Newton Stiftung einzigartig ist. Sie füllt die Räume mit Körpern und Emotionen auf atemberaubende Weise; uns freut, wie begeistert die Besucher und die Presse reagiert haben. Die Einladung der drei international bekannten Street-Art-Künstlerinnen zu einer Kunstintervention in Testinos Ausstellung verstärkt die Metamorphose zwischen Fotografie und Raum sogar noch, und so verbinden sich ganz unterschiedliche kreative Energien in Berlin zu einem einzigartigen visuellen Erlebnis, das es so noch nie gab.“

Über die Helmut Newton Stiftung
Die Helmut Newton Stiftung wurde 2003 von Helmut Newton gegründet und im ehemaligen Landwehrkasino in Berlin-Charlottenburg untergebracht. Sie widmet sich der Bewahrung und Präsentation des fotografischen Werks von Helmut und June Newton (alias Alice Springs). Unterschiedliche Aspekte seines vielschichtigen, innovativen und provokanten Werkes werden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Auch Arbeiten anderer Künstler und Fotografen werden hier regelmässig gezeigt und treten mit Newtons Fotografien in einen Dialog.
// Instagram: @helmutnewtonfoundation

Über Mario Testino
In den 37 Jahren seiner Arbeit als Fotograf hat Mario Testino auch ein umfangreiches Werk als Kreativdirektor, Herausgeber, Museumsgründer, Kunstsammler und Unternehmer geschaffen. Testinos Werke werden in Museum rund um den Globus ausgestellt und befinden sich in zahlreichen Sammlungen. 
// Instagram: @mariotestino

Über Yasha Young
Yasha Young ist die Gründerin sowie Kuratorin und Direktorin von URBAN NATION – Museum für Urban Contemporary Art in Berlin. Young, gut vernetzt in der internationalen zeitgenössischen Kunst und Urban Contemporary Art, ist Kuratorin und Initiatorin von Projekten und Ausstellungen in Tokio, London, Berlin, Los Angeles, New York, Rom, Paris und Moskau.
„Es ist eine großartige Herausforderung und Inspiration, dieses Event zu kuratieren und Urban Contemporary Art und Fotografie in einem institutionellen Rahmen zusammenzubringen – mit dem Ziel eines ‚Vandalismus‘ von Bildikonen. Es ist ein besonderes Projekt, wenn verschiedene kreative Bereiche zusammenkommen – ein Fotograf, drei Street-Art-Künstlerinnen, eine Kuratorin und eine Institution – und sie perfekt harmonieren.“
// Instagram: @strychninberlin

Über Mimi Scholz
Die Berliner Künstlerin Mimi Scholz kommt aus der traditionellen Kunst, Illustration und Animation. Sie entdeckte den Computer als künstlerisches Werkzeug, als sie zu Beginn des Jahrtausends für verschiedene Film- und Designagenturen arbeitete. Seit 2006 kooperiert sie mit Yasha Young und nimmt an zahlreichen Ausstellungen, Kunstmessen und Gemeinschaftsprojekten teil. In ihren großformatigen Gemälden setzt sie sich satirisch mit den Klischees weiblicher Psyche, Sexualität und Emotionen auseinander. Dabei verbindet sie verschiedene Stile und Genres wie Surrealismus, Pop Art, Märchen und Mystik. 
// Instagram: @mimischolz

Über Hera von Herakut
Jasmin Siddiqui alias HERA lebt in Berlin und ist Malerin, Illustratorin und Bildhauerin und insbesondere in der Graffiti-Kunst und Street Art aktiv. Als Teil des Duos HERAKUT reist sie seit 2004 um die Welt und malt großformatige Wandbilder, während kleinformatige Installationen eher für Galerien, Museen und Kunstmessen entstehen. Darüber hinaus kooperiert sie mit Hilfsorganisationen im Rahmen von Kunstprogrammen für Kinder und benachteiligte Jugendliche.
// Instagram: @hera_herakut

Über Sandra Chevrier
Sandra Chevrier lebt in Montreal; ihre vielschichtigen und rätselhaften Arbeiten präsentieren Konzepte, die die Standards unserer modernen Kommunikation hinterfragen. Sie zeigen die Grenzen unserer Welt sowie unserer selbst auferlegten Erwartungen auf. Chevriers Arbeiten müssen gewissermaßen seziert werden, um hinter ihre bunte Oberfläche zu blicken. Ihre Porträts sind im wahrsten Wortsinne zerrissen, zwischen Heldenfantasien respektive der Ikonografie von Comics und einer tiefer liegenden Tragödie unterdrückter weiblicher Identität.
// Instagram: @sandrachevrier

Save the date! Kommende Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung:
»Guy Bourdin. Image Maker / Helmut Newton. A Gun for Hire / Angelo Marino. Another Story«
Ausstellung: 1. Dez 2017 — 13. Mai 2018
Vernissage: Donnerstag, 30. Nov, 20h

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3. Juni – 19. Nov 2017
Finissage: Sonntag, 19. Nov 2017, 11-19h
Mit einer einzigartigen Street-Art-Intervention von drei Street Art-Künstlerinnen. Details bitte siehe oben;

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Jebensstraße 2, 10623 Berlin
[Charlottenburg | Charlottenburg-Wilmersdorf]

Öffnungszeiten: Di-So 11-19h, Do 11-20h

Eintritt: 10 € / ermäßigt 5 €

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