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Einzelausstellung

»The Urban Text«

Jon Setter

Die Galerie Minimal freut sich darauf, im März 2020 eine Fotoausstellung von Jon Setter präsentieren zu dürfen. Der minimalistische Fotograf Jon Setter aus Sydney/Australien zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten aus seiner neuen Serie „The Urban Text“.

Ausgehend von der Vorstellung des französischen Soziologen Michel de Certeau vom städtischen Text, verwendet Jon Setter seine Fotografie, um die oft übersehenen Aspekte des städtischen Raums zu enthüllen; mehrdeutige Fragmente, die sich in den dichten Erzählungen der gebauten Umwelt verstecken. Als moderner Flaneur sucht er nach dem, was für uns selbstverständlich ist, deckt verborgene Wahrheiten auf und zeigt das Unerforschte im Detail auf. Er zieht formale Bedenken der Identitätspolitik vor und untersucht die wesentliche Grammatik eines Raumes durch seine Farben, Muster, Texturen und Materialien; Elemente, die die Grundlage des Charakters jeder Stadt bilden und die Einzigartigkeit ihrer Kultur und Geschichte ansprechen. Durch präzises und methodisches Komponieren werden diese Aspekte auf fast unkenntliche Details reduziert. Auf diese Weise wird die Alltäglichkeit der städtischen Architektur verfremdet und die Intimität der Straße auf der Mikroebene jenseits der künstlichen Geschäftigkeit des städtischen Lebens näher beleuchtet.

urch die Abstraktion des „Urban Text“ versucht Setter, eine Art Universalität der Vision zu schaffen, ein vereinfachtes Netzwerk von „Schriften“, die uns dazu ermutigen, langsamer zu werden und die Einzigartigkeit von allem in der städtischen Landschaft zu beobachten. So können wir alle, egal wo wir uns in der Welt befinden, beginnen, die Räume, in denen wir leben, vollständiger zu beobachten und zu erleben. Der Titel dieses Projekts stammt von de Certeaus Konzept des „Urban Text“, das er in seinem Buch Die Praxis des Alltagslebens entwickelt hat. Er beschreibt den „Urban Text“ als das, was über einen Raum „geschrieben“ wird, in dem sich die Menschen bewegen und ihn nutzen, für den sie aber blind bleiben. De Certeau schreibt:

Die Wege, die in dieser dichten Verflechtung korrespondieren, entziehen sich der Lesbarkeit, als ob die Praktiken, die eine geschäftige Stadt organisieren, durch ihre Blindheit gekennzeichnet wären.“

Jon Setter wurde in Detroit, Michigan (1989) geboren und lebt in Sydney, Australien. Setters Arbeit ist Teil einer fortlaufenden Untersuchung, die versucht, die unsichtbaren Aspekte aufzudecken, die unsere Erfahrungen mit städtischen Räumen und Architekturen prägen. Oft arbeitet er mit Themen, die er zufällig auf spontanen Spaziergängen entdeckt hat, und dokumentiert aus eigentümlichen Blickwinkeln die Details, an denen Menschen vorbeigehen und die sie täglich benutzen, die sie aber vielleicht nicht bewusst beobachten. Methodisch organisiert er die sich wiederholenden Farben, Muster, Materialien und Texturen der städtischen Umgangssprache, um einen abstrakten Ausdruck des Raums zu entwickeln. Er hofft, dass er das Chaos unserer städtischen Umgebung durchschneidet und sie stattdessen als einfache und saubere Kompositionen präsentiert, die dazu beitragen können, unser Lesen und Verstehen der Räume, mit denen wir am meisten interagieren, zu erweitern.

Begleitprogramm

Samstag, 7. März 2020, 17 – 22 Uhr
Vernissage, in Anwesenheit des Künstlers.
Mit einem Künstlergespräch (in englischer Sprache) von 17 – 18 Uhr.

Sonntag, 8. März 2020, 15 – 18 Uhr
Photo Walk mit Jon Setter.
Join the photographer from Detroit (USA) on an expedition through Kreuzberg, swap ideas and learn from one of the most interesting photo artists in Minimal Photography. Ticket: 30 €. This photo walk will be held in English.

Samstag, 28. März 2020, 18 – 22 Uhr
Finissage

Galerie Minimal Berlin

8. — 28. März 2020
Vernissage: Samstag, 7. März, 17 – 22 Uhr
Begleitprogramm: bitte siehe oben

Mittenwalder Str. 57 · 10961 Berlin
[Ortsteil: Kreuzberg | Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg]

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung und zu Events

Eintritt frei

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