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Einzelausstellung

»Carpet Sunrise«

David Meskhi

The dusty cosmos on a gymnastic carpet, made all blurry by magnesium powder.”

David Meskhis Kindheitserinnerungen sind geprägt von Sport – von Turnhallen, Sportkämpfen und -camps, zu denen sein Vater ihn als Kind und Jugendlichen immer mitnahm. Er war und ist Trainer, wie auch schon sein Vater. Alles drehte sich um Sport – um Training, den Körper, den Wettkampf – seine Fotoalben und Erinnerungen sind voller Bilder davon und gleichzeitig die Basis seiner künstlerischen Sprache. Bereits seine Abschlussarbeit an der Hochschule in Tiflis beschäftigte sich mit historischen Fotografien von Gymnastikschulen wie auch später der Dokumentarfilm „When The Earth Seems to be Light“ von 2015, in dem er sich als Co-Regisseur der Entstehung der Skater-Szene in Georgien widmete, die unter ganz anderen Bedingungen als die Bewegung in Kalifornien in den 1970er Jahren begann.

Wie Wesen aus einer anderen Welt scheinen die halbnackten, durchtrainierten Körper der jungen Turner in Meskhis Fotografien in der Ausstellung „Carpet Sunrise“ vom Himmel zu fallen. Kopfüber hängend und schwerelos durch die Luft fliegend scheinen sie sich den Gesetzen der Gravitation mit Leichtigkeit zu widersetzen. Das gleißende Sonnenlicht überblendet sie und projiziert die Form der Fenster hellleuchtend aufdie Wände der Halle. Die Leichtigkeit, mit der sich die Körper bewegen, der Akt des Loslassens nimmt vor dem geografischen und sozialen Hintergrund der Fotografien komplexere Bedeutungen an. Erinnerungen an die goldene Ära osteuropäischer Turnertriumphe scheinen geweckt zu werden. Dennoch deutet in Meskhis Fotografien nichts explizit auf eine bestimmte Zeit oder Ordnung hin, eine historische Einordnung ist nicht wirklich möglich und auch nicht gewollt. Die Körper sind befreit von Zeit und Raum.

Gepaart werden die für Meskhi charakteristischen Bilder in der Ausstellung neben Fotografien aus seiner Zeit beim Militär mit Fern- und Nahaufnahmen von Sonnen- und Mondlandschaften, deren Beschaffenheit den Künstler ebenso interessiert wie die menschlichen Körper in ihrer Bewegung. Es sind nicht nur die Kindheitserinnerungen an die Nächte unter freiem Himmel im Ferienlager, in denen er den Mond betrachtete; es ist auch die ästhetische Komponente, die den Künstler an den Himmelskörpern interessiert. Fast ist es egal, ob es schwarz-weiß- oder Farbaufnahmen der jeweiligen Körper sind – es geht um ihre Modellierung, ihre Beschaffenheit, die Form und schlussendlich um die conditio (humana).

David Meskhi wurde 1979 in Tiflis in Georgien geboren und lebt und arbeitet in Berlin. 2005 schloss er sein Fotografiestudium an der Shota Rustaveli Theater und Film Universität in Tiflis ab. Meskhi fotografierte für zahlreiche Magazine, arbeitete als Regisseur sowie mit KünstlerInnen wie Thea Djordjaze zusammen. Seine Werke sind in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert worden, u.a. im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, in der Braunsfelder Family Collection und in der Calvert 22 Foundation in London. Dies ist David Meskhis zweite Einzelausstellung (#1) in der Galerie für Moderne Fotografie.

Text: Carolin Leistenschneider

15. Feb — 13. April 2019
Vernissage: Donnerstag, 14. Feb, 19h

Schröderstraße 13, 10115 Berlin
[Mitte | Mitte]

Öffnungszeiten: Do-Sa 12-18h, und nach Vereinbarung

Eintritt frei

Vorherige Ausstellung

Ingar Krauss »Mailand – Licht im Winter«

30. Nov 2018 — 26. Jan 2019

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