PiB Guide Nº39 NOV/DEC 2021 ➽ Now available for order / Jetzt erhältlich!

Gruppenausstellung

»Wildnis, Gelände, Natur«

Ursula Böhmer, Lorenz Kienzle, Ingar Krauss, Werner Mahler

Ausstellung verlängert bis 22. Mai! Besuche mit Terminvereinbarung:

+49 30 33 02 80 95 | ed.kr1638738075apnei1638738075lama@1638738075ofni1638738075.
Der Besuch der Galerie ist derzeit nur mit einem tagesaktuellen Corona-Test (oder mit Impfnachweis) möglich. Im benachbarten Rathaus-Center (1. Etage) befindet sich ein Testzentrum, dort kann man sich kostenlos testen lassen (auch ohne Termin).

Unser Leben hat sich seit Anfang 2020 grundlegend geändert. Selbstverständliches ist unerreichbar geworden, das soziale Miteinander ist stark eingeschränkt und die Digitalisierung des Alltags hat sich weiter durchgesetzt. Nur die Natur wirkt von alldem unbeeindruckt. Doch sie ist anderen Bedrohungen ausgesetzt. Gleichzeitig scheinen Parks und Naherholungsgebiete nie voller gewesen zu sein. So als sei die Natur zu einem Zufluchtsort geworden, an dem wir noch etwas „Normalität“ aufrecht erhalten können. Ob dadurch auch die Wertschätzung für die Natur gestiegen ist?

Die Galerie Amalienpark zeigt nun die erste gemeinsame Ausstellung der vier Fotograf*innen. Sie alle setzen sich mit den Orten und Erscheinungen der sie unmittelbar umgebenden Natur in der Stadt und im ländlichen Raum auseinander und grenzen so ihre Perspektive thematisch wie auch geografisch ein. In ihren Werken wird ein subtiler Dialog zwischen der Natur und den Fotograf*innen sichtbar, der die Prägung der Natur durch den Menschen reflektiert und sie als kulturelles Konstrukt hinterfragt.

Zunächst zu den Orten: Ursula Böhmer widmet sich in der Serie Torso einem Essigbaum, der vor der innerstädtischen Kulisse einer Hauswand sein Eigenleben entwickelte. Werner Mahler fotografierte über Jahre eine Eiche am Rande seines Gartens, hinter dem der märkische Wald beginnt. Ingar Krauss erforscht für verschiedene Serien hauptsächlich das landwirtschaftlich geprägte Oderbruch. Lorenz Kienzle entdeckte einen verwilderten Landschaftspark, den Gutspark Karwe am brandenburgischen Ruppiner See.

So verschieden die Orte sind, so unterschiedlich ist auch die Herangehensweise und der Fokus der Fotograf*innen.

Wie in der Serie Torso, interessiert sich Ursula Böhmer auch in weiteren Arbeiten für das Wesenhafte von Bäumen und zeigt uns die individuelle Körperlichkeit von Baumstämmen, die an Skulpturen erinnern.

Werner Mahler faszinierte über Jahre hinweg das ganze Spektrum an Erscheinungsformen der Eiche, verursacht durch unterschiedliche Lichtstimmungen zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten, die er in Farbaufnahmen festgehalten hat.

Ingar Krauss findet immer wieder überraschende, grafische und skulpturale Strukturen in Gärten, auf Feldern und im Wald, die meist durch das menschliche Ordnungsbemühen entstanden sind. Im Kontrast dazu stehen Bilder aus seiner Serie Mare Triticum, die Wirbel und Wellen in Weizenfeldern zeigen, die durch die Einwirkung von Wind und Wetter geformt wurden.

Lorenz Kienzle versucht im verwilderten Park zunächst Strukturen zu entdecken, die an einen Park erinnern könnten, und fotografiert gleichzeitig das willkürliche Chaos von wild wuchernden Pflanzen und Bäumen.

Was alle Arbeiten vereint, ist das genaue und beharrliche Beobachten, durch das sie entstanden sind. So sind sie auch zu Erzählungen geworden. Ursula Böhmers Essigbaum ist kein langes Leben vergönnt, was sie schonungslos zeigt. Werner Mahlers Eiche scheint unverletzlich zu sein, während das Gartenmobiliar zu ihren Füßen langsam marode wird. Ingar Krauss erzählt von Gärtnern, Bauern und Jägern, die selbst meist unsichtbar bleiben, und in seiner neuen Serie Quittentypologie von der Individualität jeder einzelnen Frucht. Lorenz Kienzle zeigt, wie Ordnung ins Chaos gelangt und der Park im Laufe seiner Sanierung wieder begehbar wird.

Die Ausstellung steht für viele Facetten eines subtilen Dialogs zwischen Natur und Mensch und lädt dazu ein, an diesem Dialog teilzuhaben.

Alle Besucherinnen und Besucher müssen sich an die aktuellen Bestimmungen der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung halten. Die Besucherzahl ist eingeschänkt, um Voranmeldung wird gebeten: +49 30 33 02 80 95 | ed.kr1638738075apnei1638738075lama@1638738075ofni1638738075

Begleitprogramm

Samstag, 27. März 2021, 14 – 20 Uhr
Soft Opening
Wir freuen uns sehr, Sie und Ihre Freunde herzlich zur Ausstellungseröffnung zu begrüßen. Laudatio: Dr. Enno Kaufhold, Fotohistoriker, Publizist, Kurator, Beginn 17 Uhr. Die Laudatio wird als Video aufgenommen und ist unter amalienpark.de nachzuhören.
Eine Voranmeldung für die Eröffnung ist erforderlich: +49 30 33 02 80 95 | ed.kr1638738075apnei1638738075lama@1638738075ofni1638738075.

Donnerstag, 22. April 2021, 19 Uhr
Künstlergespräch (auf Deutsch)
Dr. Christiane Stahl, Leiterin der Alfred Ehrhardt Stiftung, moderiert ein Gespräch mit den ausstellenden Fotograf*innen. Das Gespräch wird aufgezeichnet und auf der Galerie-Website amalienpark.de veröffentlicht.

Samstag, 22. Mai 2021, ab 16 Uhr
Finissage
Finissage mit Künstler*innen der Ausstellung in Galerie und Garten.

30. März — 30. April verlängert bis 22. Mai 2021
Soft Opening: Samstag, 27. März, 14 – 20 Uhr, Anmeldung erforderlich.
+ Begleitprogramm: bitte siehe oben

Breite Straße 23, 13187 Berlin
[Ortsteil: Pankow | Bezirk: Pankow]

Öffnungszeiten: Derzeit nur nach Vereinbarung: +49 30 33 02 80 95 | ed.kr1638738075apnei1638738075lama@1638738075ofni1638738075 (zwischen Di – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 12 – 17 Uhr)

Eintritt frei

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