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Einzelausstellung

»Unisono«

über die Freude, Teil eines Ganzen zu sein
oder: Heimat zum Anziehen

Sabine von Bassewitz

Die Uniform hat einen schlechten Ruf: Wir assoziieren mit ihr den stumpfen Gleichschritt des Militärs, Gleichschaltung und Unauffälligkeit. Sie gilt als Synonym für Konformismus und als Gegenpart der Individualität.

Durch meine Arbeit zeige ich die Uniform in einem anderen Licht. Ich habe Gruppen von Menschen fotografiert, die sich aus freien Stücken uniformiert in eine uniformiert agierende Gruppe begeben und ihre Uniform mit großer Sorgfalt und Wertschätzung behandeln.

Die freiwillige Uniform kommuniziert auf vielfältige (und mitunter sehr fantasievolle) gemeinsame politische, gesellschaftliche und kulturelle Standpunkte an die Außenwelt und bietet intern einen Raum zum gemeinsamen Ausleben von Ritualen sowie das Gefühl von Gemeinschaft und Geborgenheit. Die Motivationen der einzelnen Menschen, sich in ein derartiges Gefüge hineinzubegeben, sind wie die Gruppierungen selbst höchst unterschiedlich.

Neben dem generell vorhandenen Wunsch nach Gemeinschaft konnte ich folgende Beweggründe feststellen: religiöse, politische, soziale, traditionelle, sexuelle, gemeinsame musikalische Vorlieben und diverse Kombinationen davon.

Die Uniform bietet ihren Trägern die Möglichkeit, diesen Teil ihrer Persönlichkeit zu visualisieren und zu ritualisieren.

Sie lebt von ihrer bildliche Wirkungskraft und dem Spektakel ihrer Inszenierung.

Die Arbeit »Unisono« wurde vielfach ausgezeichnet, publiziert und national ebenso wie international in Galerien und Museen in zahlreichen Gruppen- und auch vielen Einzelausstellungen gezeigt. Sie ist zudem Bestandteil zweier ständiger staatlicher Sammlungen.

»Die Serien von Sabine von Bassewitz bezeugen ihre menschliche Integrität und offensichtliche Überzeugungskraft, fremden Menschen die Scham zu nehmen, sich anzufassen, auszuziehen oder in absurde Uniformen, Kostüme und Rollen zu steigen und so selbstbewusst von ihren Hobbies, Berufen und Neigungen zu erzählen. So lustig, drastisch und grotesk die Bilder oft sind, der abgebildete Mensch wird dennoch nie denunziert.«

Georg Kühn

sabinevonbassewitz.de

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18. Nov 2018 — 3. Feb 2019
Vernissage & Book Launch: Samstag, 17. Nov, 19h

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Odenwaldstraße 21, 12161 Berlin
[Friedenau | Tempelhof-Schöneberg]

Öffnungszeiten: Täglich ab 8 Uhr, Vereinbarung empfohlen (ed.be1638740324w@ykz1638740324tilwa1638740324pcire1638740324)

Eintritt frei

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