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(Digitale) Gruppenausstellung

»Das Lonka Projekt«

Eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden

Initiatoren und Co-Direktoren: Rina Castelnuovo und Jim Hollander
Kuratorin in Berlin: Gisela Kayser, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

WIEDERERÖFFNUNG ab 20. März 2021!
Zudem weiterhin als digitales Programm: Virtuelle Ausstellung sowie Online-Führungen zum Thema.

Buchen Sie Ihr kostenloses Zeitfensterticket!

Das Lonka Projekt portraitiert die letzten Überlebenden des Holocaust im Rahmen einer Wanderfotoausstellung, die anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 und der Opfer des Holocaust präsentiert wird. Die Ausstellung vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. wird zunächst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen ab 27. Januar 2021 auf fkwbh.de zu sehen sein.

Anm. d. Red.: Ab 20. März 2021 wird die Ausstellung an ausgewählten Terminen wieder öffnen können! Kostenlose Zeitfenster-Tickets können ab sofort hier gebucht werden. Die Öffnungszeiten sind jeweils von 10 bis 20 Uhr (letzter Einlass 19 Uhr).

250 der weltweit führenden Fotograf*innen aus rund 26 Ländern haben für Das Lonka Projekt Holocaust-Überlebende in ihrem privaten Umfeld fotografiert und ein einzigartiges Gesamtwerk geschaffen. Mitgewirkt haben renommierte Fotokünstler*innen wie Gilles Peress, Douglas Kirkland, Steve McCurry, José Giribás, Kristian Schuller, Maurice Weiss oder Marissa Roth.

Berlin, den 12.01.2021. Noch leben die letzten Überlebenden des Holocaust unter uns. Aber wer sind diese Menschen, wie gehen sie mit ihrer Geschichte um und wie konnten sie ihr Leben weiterführen? Das Lonka Projekt zeigt die Mütter, die Väter, die Großmütter, die Großväter, die Ehefrauen und -männer und wie sie ihre Zukunft in die Hand genommen haben. Ein Vermächtnis an Bildern für alle, die bald keine Zeitzeugen mehr haben, welche das Geschehene unvergesslich machen können.

Das Lonka Projekt wurde in Jerusalem von Jim Hollander und Rina Castelnuovo als Hommage an Rinas Mutter Lonka, Dr. Eleonora Nass (1926-2018), initiiert. Als Mädchen überlebte Lonka fünf Konzentrationslager der Nazis und repräsentiert die Lebenskraft der Holocaust-Überlebenden. Rina Castelnuovo sagt über die Ausstellung: „Wir haben beobachtet, wie sich das Projekt weiterentwickelt hat und zu einer internationalen Zusammenarbeit herangewachsen ist, bei der so viele ihre Talente mit Begeisterung eingebracht haben. Wir haben über ein ganzes Jahr hinweg stetig Bilder von Fotograf*innen erhalten und sind allen dankbar für ihren Einsatz.“

Die Portraitierten

Entstanden sind Fotos, die ganze Biografien und unfassbare Geschichten in sich tragen. Es sind Geschichten wie die von dem zweifachen olympischen Rennläufer Professor Shaul Paul Ladany, der 1936 in Belgrad, Jugoslawien, geboren wurde. Als er acht Jahre alt war, überlebte Shaul das Konzentrationslager Bergen-Belsen sowie 1972 als israelischer Olympiateilnehmer den Anschlag von München.

Es ist auch die Geschichte von Peggy Parnass, die 1927 in Hamburg geboren wurde. 1939 beschloss ihre Mutter, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in Sicherheit zu bringen. Peggy Parnass wurde eine gefeierte Journalistin, Autorin und Filmemacherin. Sie schrieb Hunderte von Artikeln über Massenmorde der Nazis, die Prozesse der Baader-Meinhof-Gruppe (RAF) und gilt als Ikone für die Schwulenbewegung und die Unterdrückten.

Und es ist auch die Geschichte von Israel Meir Lau. 1945 wurde er mit acht Jahren beim Verlassen des Konzentrationslagers Buchenwald nach dessen Befreiung durch die US Army fotografiert. Später wählte man ihn zum Oberrabbiner von Israel sowie Chief Rabbi von Tel Aviv. Er erhielt den Israel-Preis für seine Haltung zu nicht-orthodoxen Konfessionen im Judentum und wurde vom französischen Präsidenten Sarkozy in die Ehrenlegion aufgenommen. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Das Gedenken an diese und alle anderen Holocaust-Überlebenden will Das Lonka Projekt wachhalten und bildet eine hoffentlich unvergessliche pädagogische und künstlerische Fotosammlung in einer Zeit, in der die Herausforderung der Holocaust-Erinnerung immer schwieriger wird.

Finanziert mit Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin

Begleitprogramm

Online-Führungen + Zeitzeugeninterviews + Künstlergespräche
Thomas Gust, Fotoexperte und Verleger führt in einstündigen Veranstaltungen durch die Ausstellung und gibt einen umfassenden Einblick in das Projekt. Am Ende haben die Teilnehmer*innen der Führung die Möglichkeit, Fragen zur Ausstellung an Thomas Gust zu stellen. Die Online-Führungen werden mit ZOOM live übertragen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Keine vorherige Anmeldung notwendig.
An manchen Tagen werden die Führungen durch Zeitzeugeninterviews ergänzt, sowie durch Artist Talks mit den beteiligten Künstlern/Künstlerinnen.
Termine & Details

Ab Februar 2021: Ergänzende Open-Air Ausstellung
Einige Fotos aus der Ausstellung gibt es jetzt auch an der Außenfassade des Willy-Brandt-Hauses zu sehen! Und für alle zu Hause gibt es zudem weiterhin die digitale Ausstellung!

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. (FkWBH)

27. Jan — Apr 11. Apr 2021
(Digitales) Begleitprogramm: bitte siehe oben

Stresemannstraße 28, 10963 Berlin
[Ortsteil: Kreuzberg | Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg]

Öffnungszeiten: Wiedereröffnung ab 20. März 2021 an ausgewählten Terminen, 10 – 20 Uhr.

Eintritt frei, buchen Sie hier Ihr kostenloses Zeitfenster-Ticket.

FotoFensterBerlin.de

#FotoFensterBerlin
Vorgestellt bei FotoFensterBerlin.de – einer Initiative, die fotografische Kunstprojekte im Stadtraum Berlins während des Corona-Lockdowns vorstellt.

FotoFensterBerlin.de

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