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Gruppenausstellung

»NO PHOTOS ON THE DANCE FLOOR!
Berlin 1989 — Today«

Camille Blake, Tilman Brembs, Ben de Biel, Salvatore Di Gregorio, Martin Eberle, Matthias Fritsch, Dan Halter, Honey-Suckle Company, Erez Israeli, Romuald Karmakar, Steffen Köhn & Phillip Kaminiak, Anna-Lena Krause, Tilmann Künzel, Sven Marquardt, Marco Microbi, George Nebieridze, Alva Noto, Daniel Pflumm, Mike Riemel Collection, Carolin Saage, Giovanna Silva, Wolfgang Tillmans, Lisa Wassmann, Michael Wesely

Kuratiert von Heiko Hoffmann & Felix Hoffmann

C/O Berlin präsentiert vom 13. September bis 30. November 2019 die Ausstellung »No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989 — Today«. Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 12. September 2019, um 19:00 Uhr bei C/O Berlin im Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin statt.

„Für mich ist ein Club eine große Abstraktionsmaschine, die ständig Bilder produziert. Die sind oft an der Grenze des Sichtbaren, wenn der Nebel kommt und man an die Decke schaut und die Lichter betrachtet. Da blitzen und schimmern ungreifbare Dinge auf.“
– Wolfgang Tillmans

Kaum war 1989 die Mauer gefallen, eigneten sich junge Hausbesetzer*innen, Künstler*innen, Galerist*innen und DJs aus Ost und West die Stadt an. Leerstehende Gebäude, Fabriken und Flächen wurden mit neuem Leben gefüllt, überall entstanden Clubs, Bars, Galerien, Ateliers und Studios. Diese junge Club- und Kulturszene entwickelte sich zum Motor für die Wiederbelebung der Stadt und die Neuausrichtung einer ganzen Generation junger Kreativer. Die Berliner Szene ab 1989 hat Techno zwar nicht erfunden, dennoch lässt sich das, was auf Veranstaltungen wie Tekknozid und in Clubs wie dem Ufo, Tresor und Planet geschah, rückblickend als Urknall und Wegbereitung für die bislang letzte große europäische Jugendkultur beschreiben. Mit visuellen Effekten und neuen künstlerischen Ansätzen bewegte sich das Berliner Clubleben im Grenzbereich zwischen Video, Film, Projektion und Musik. Diese Verbindung zur Kunst bot vielen aufstrebenden Künstler*innen viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie neue Perspektiven und Räume für Austausch, Begegnung und gemeinsames Feiern jenseits von Alltag und Vernunft.

Um die Jahrtausendwende bekam die Berliner Clubszene neuen Aufschwung. Günstige europäische Flugverbindungen, zusammen mit einer neuen Generation von Clubs wie der Bar 25, Watergate und dem Berghain und nie enden wollenden Partys lockten Wochenende für Wochenende tausende von Technofans in die Hauptstadt. Künstler*innen, Partyveranstalter*innen und Labelbetreiber*innen aus der ganzen Welt zogen nach Berlin und gaben dem Sound der Stadt stetig neue Impulse – ein Prozess, der bis heute anhält. Doch allmählich werden die Freiräume weniger und die Party erscheint endlich.

Mit dem Ausstellungsprojekt »No Photos on the Dance Floor! Berlin 1989 — Today« wird die Berliner Clubszene seit dem Fall der Mauer einerseits historisch dokumentiert und andererseits „live“ erfahrbar gemacht. Die Ausstellung präsentiert tagsüber Fotografie, Video und Film sowie dokumentarisches Material und bietet so einen Einblick in die Entwicklung der Berliner Clubkultur der letzten 30 Jahre. Nachts wird ein Teil der Ausstellungsfläche bei C/O Berlin zum Club: Besucher*innen können auf einer Reihe von Partys mit bekannten DJs, Sound- und Visualkünstler*innen der damaligen und aktuellen Clubszene bei C/O Berlin die Nacht durchtanzen und das Erlebnis erneut zur Kunst machen.

Der Titel der Ausstellung No Photos on the Dance Floor! bezieht sich auf eine Berliner Besonderheit: Während in anderen Städten das Fotografieren fester Bestandteil der Ausgeh- und Nachtkultur ist, herrscht in den meisten Berliner Clubs striktes Bilderverbot. Das Nichtfotografieren hat hier vor allem zwei Gründe: Die Tänzer*innen sollen sich ungestört von Kameras in der Musik verlieren können und sich dabei frei und geschützt fühlen.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Felix Hoffmann (Hauptkurator . C/O Berlin Foundation) und Heiko Hoffmann (Gastkurator), und zeigt Werke von Camille Blake, Tilman Brembs, Ben de Biel, Salvatore Di Gregorio, Martin Eberle, Matthias Fritsch Dan Halter, Honey-Suckle Company, Erez Israeli, Romuald Karmakar, Steffen Köhn & Phillip Kaminiak, Anna-Lena Krause, Tilmann Künzel, Sven Marquardt, Marco Microbi, George Nebieridze, Alva Noto, Daniel Pflumm, Mike Riemel Collection, Carolin Saage, Giovanna Silva, Wolfgang Tillmans, Lisa Wassmann und Michael Wesely.

Eine gleichnamige Publikation herausgegeben von Felix Hoffmann und Heiko Hoffmann sowie Texten von Laura Aha, Christoph Cadenbach, Felix Denk, Martin Eberle, Jan Kedves, Kito Nedo, Jan Rohlf, Thilo Schneider, Philip Sherburne, Wolfgang Tillmans und Alexis Waltz begleitet die Schau und erscheint im Prestel Verlag, München.

Begleitprogramm

Donnerstag, 12. Sep 2019, 19 Uhr
Vernissage
Redner:
Stephan Erfurt . Vorstand . C/O Berlin Foundation
Felix Hoffmann . Hauptkurator . C/O Berlin Foundation
Heiko Hoffmann . Gastkurator
LABLAND 2019 . DJ-Sets von Modeselektor, Krsn, Skate . Visuals von Pfadfinderei

Führungen: jeden Samstag & Sonntag um 14 & 16 Uhr (auf Deutsch), sowie 18 Uhr (auf Englisch)
Details

Für das gesamte Begleitprogramm besuche die C/O Berlin Website!

C/O Berlin Foundation

13. Sep — 30. Nov 2019
Vernissage: Donnerstag, 12. Sep, 19h
Begleitprogramm: bitte siehe oben

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Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin
[Ortsteil: Charlottenburg | Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf]

Öffnungszeiten: Täglich 11-20h

Eintritt: 10 € / ermäßigt 6 € | Online Ticket

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