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Duo-Ausstellung

»MISE-EN-SCÈNE«

Grant Simon Rogers & Markus Lehr

Day for Night – Night for Day
Kuratiert von Klára Némethy

Update 19. März 2020
Trotz Covid-19 ist die Galerie momentan noch regulär geöffnet. Das Künstlergespräch (am 28. März 2020) entfällt jedoch. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Die Ausstellung MISE-EN-SCÈNE bringt zwei Fotografen zusammen, deren Werk und Arbeitsweise einen faszinierenden Diskurs eröffnen. Dieser visuelle Dialog spannt einen Bogen zwischen einer ausgewählten und kompositorisch akzentuierten Theatralik unserer urbanen Umgebung und einer scheinbar naturnahen, dann aber doch künstlerisch gebrochenen Romantik. Beide Fotokünstler erschaffen eine von Akteuren verlassene urbane Bühne mit räumlicher Tiefe und gestalten ihre Bilder erzählerisch und bedeutungsvoll.

MISE-EN-SCÈNE ist der Filmbegriff für diesen besonders sorgfältigen optischen Bildaufbau, bei dem ein Szenenbild fast einem Gemälde nachempfunden wird. Lehr und Rogers verbindet ihre Aufmerksamkeit und Liebe zum Licht, sei es künstliches oder natürliches. Beide Fotografen betonen auch die meditative Erfahrung ihrer Arbeit, die bei der Betrachtung der Fotografien erfahrbar wird.

Grant Simon Rogers arbeitet mit einer cinematografischen Technik, dank derer Mitte des 20. Jahrhunderts Nachtszenen bei Tageslicht simuliert werden konnten. François Truffaut hat diese Methode in seinem bekannten Film „La Nuit Américaine“ der Allgemeinheit das erste Mal näher gebracht. Rogers arbeitet ohne Verwendung jeglicher Nachbearbeitung am Computer und in einem halb meditativen Zustand, den der Künstler selbst als “Schamanische Fotografie“ bezeichnet. Seit einigen Jahren hat er sich mit diesen Arbeiten auf eine künstlerische Entdeckungsreise zu einem Ort begeben den er selber “Terra Incognita” nennt. Rogers’ Liebe zur Kunstgeschichte, zum Geschichtenerzählen und zu alten Filmen sind in diesen Arbeiten deutlich zu erkennen. Sein visuelles Hauptmotiv sind dabei oftmals Bäume, was ihm auch den Titel „The Man Who Flashes at Trees“ eingebracht hat.

Markus Lehrs Fotografien erkunden die Gestaltungskraft des Menschen, das Beabsichtigte, aber auch das Zufällige. Mit Licht, Stimmung und dem Dialog der vorgefundenen Dinge erarbeitet er Szenen, die uns in ihrer Dramaturgie überraschen und einen ganz neuen Zugang zu den gezeigten Orten vermitteln. Obwohl er seine Motive fast ausschließlich in banalen städtischen Umgebungen findet, hinterlassen diese oft den Eindruck einer inszenierten Bühnendarstellung. Die von ihm gezeigten subtilen und manchmal auch absurden Dramen könnten direkt vor unserer Haustür geschehen, und doch wirken sie in diesen Werken herausgehoben und oft auch surreal.

GRANT SIMON ROGERS (*1964) wurde am Portsmouth College of Art ausgebildet. Rogers widmet sich leidenschaftlich der Kunsterziehung und der visuellen Kompetenz für alle Altersgruppen. Er ist Gastdozent der Nationalgalerie, bei Christie’s Education, an der Central Saint Martins-Universität der Künste und an vielen anderen Museen und Galerien in Europa. Er lebt und arbeitet in London und Berlin. Zu den vielen Einflüssen, die Rogers’ Werke inspirieren, gehören ein weites Spektrum des Geschichtenerzählens -von William Blake bis Philip Pullman -und alle Formen der bildenden Kunst von den Anfängen bis heute. Die Filme von Powell & Pressburger und Akira Kurosawa hatten auf den Fotokünstler einen besonderen Einfluss.

Alle Artikel hier auf PiB zu Grant Simon Rogers

MARKUS LEHR (*1959) studierte Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin und ist seitdem in Marketing und Neuen Medien tätig. Seine Bilder wurden in mehreren namhaften internationalen Publikationen u.a. auch in der Volksrepublik China veröffentlicht. Im Dezember 2013 kam ein erstes Buch über seine Arbeiten heraus, gefolgt von zwei weiteren in den Jahren 2017 und 2018. Markus Lehr präsentierte seine Bilder in Einzel-und Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Er lebt und arbeitet in Berlin. Zu den Künstlern, die ihn am meisten beeinflusst haben, zählt er Jeff Wall, Cindy Sherman und Stephen Shore, aber auch die Filme von Michelangelo Antonioni wie “Il deserto rosso” und “Blow up” haben ihn tief beeindruckt.

Alle Artikel hier auf PiB zu Markus Lehr

Atelier Kirchner

14. März — 25. April 2020
Vernissage: Freitag, 13. März, 19 Uhr
Künstlergespräch: Samstag, 28. März, 18 Uhr
Finissage: Samstag, 25. April, 18 Uhr

Grunewaldstraße 15, 10823 Berlin (First backyard, ground floor on the left)
[Ortsteil: Schöneberg | Bezirk: Tempelhof-Schöneberg]

Öffnungszeiten: Mi, Fr, Sa 16 – 18 Uhr, Do 18 – 20 Uhr

Eintritt frei

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