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Gruppenausstellung

»Wovon ich rede, wenn ich vom Glück rede«

Anna Eckold, Ann Katrin Warter, Charlotte Krauss, Franca Wohlt, Inga Alice Lauenroth, Jana Ritchie, Kathrin Tschirner, Matthias Walendy, Mika Gröber, Sarah Straßmann, Solveig Faust

Eine aff Gruppenausstellung

Die Sehnsucht nach dem Glück – ein universelles Streben der Menschheit. Seit der Antike festgelegt als der wichtigste ideale Grundpfeiler eines erfüllten Lebens, wird es fortwährend gewünscht, symbolisch dargestellt und geschenkt. So vielschichtig der Begriff, so unterschiedlich zeigen sich die Unternehmungen des Menschen bei der Annäherung des Glückszustands. Glück ist ein großes Wort mit vielen Gesichtern, es kann Lebensziel, ein utopischer Gedanke, ein Gefühl oder vielleicht doch nur bloßer Zufall sein und meist wird es wesentlich als Selbstbezug in Szene gesetzt. Arthur Schopenhauer nannte den Anspruch darauf einst den größten Irrtum der Menschheit. So unterschiedlich die Auffassungen des Glückskonzepts auch sein mögen, vereinen sie sich im Übertreffen unserer Erwartungen in der Realität.

Die aff Mitglieder zeigen in der Gruppenausstellung «Wovon ich rede, wenn ich vom Glück rede» Arbeiten geprägt von Zufallsmomenten, langfristiger Zufriedenheit und dem Streben nach Glück.

„Mrs Myself“
Anna Eckold
Eine große Anzahl von Webseiten, die meisten aus Amerika und Japan, bietet Kurse und Anleitungen zur Selbstheirat: Heirate dich selbst! Endlich bedinungslose Liebe! Endlich frei! Lass los! Scheidung ist ausgeschlossen! Ist die Selbstheirat ein wichtiger Schritt zur Findung des eigenen Selbstwerts oder Zugeständnis in eigener narzisstischer Selbstabsorption? „Mrs Myself “ zeigt eine fotografische Repor- tage über eine Frau, die sich selbst im Laufe eines Selbstliebe-Seminars heiratet, sowie einer kleinen Serie, in der das Phänomen visuell hinterfragt wird.

„Schürfen“
Ann Katrin Warter
schürfen |schür fen| schwaches Verb
Perfektbildung mit »hat«
HERKUNFT mittelhochdeutsch schür(p)fen, althochdeutsch scurphen = aufschneiden, ausweiden;
1 Bauwesen eine an der Oberfläche liegende Schicht des Bodens abtragen, abgraben
2 sich schabend, scharrend [geräuschvoll] über etwas hinwegbewegen
3 Bergbau (im Tagebau) abbauen, fördern
www.annkatrinwarter.com

„Is happiness looking for me in the wrong place?“ (Fischli/Weiss)
Charlotte Krauss
Glück ist ein diffuser Begriff. Das Streben nach ihm verspricht individuelle Selbsterfüllung und, vergleichbar mit den Erlösungsreligionen, Befreiung von allem Leid bei erreichen. Doch das Konzept der selbstverantwortlichen Glückserfüllung ist oft genug zum Scheitern verurteilt, wenn wir es immer nur im großen Suchen.
www.charlottekrauss.de

„Wilder Westen“
Franca Wohlt
Die Serie zeigt Bilder einer Reise der Fotografin mit ihrer Mutter in den Südwesten der USA. Ein Ausgangspunkt hierfür war ein Wunsch der Mutter, ihre persönliche Vorstellung von dieser Region endlich mit der Realität abzugleichen. Ein einziger, wahrer „Wilder Westen “ existierte natürlich nie und war somit auf der Reise nicht anzutreffen oder abzubilden. Sehr wohl jedoch eine individuelle, imaginäre Welt, die sich plötzlich und zerbrechlich offenbarte und die die zwei reisenden Frauen mit vielen anderen Reisenden teilten.
www.franca-wohlt.de

„Lenzzeit”
Inga Alice Lauenroth
Ich beschäftige mich in „Lenzzeit” mit den familiären Kinderjahren meiner sechs Geschwister und mir. Der Frühling unserer Kinderzeit. Eine Spurensuche in meinen ersten fotografischen Bildern.
www.inga-alice-lauenroth.de

„Zottelfamilie”
Jana Ritchie
Die Familie als Kern menschlichen Zusammenlebens. Das Langzeitprojekt „Zottelfamilie” zeigt berührende Portraits vertrauter Augenblicke.
www.cargocollective.com/janaritchie

„Limboville”
Katrin Tschirner
Die Fotoserie steht für die zunehmende Komplexität des Alltags. Die heutige Welt hat nicht nur mehrere Ebenen bekommen, auch ihre Verknüpfungen werden immer verdichteter. Die von Truman Capote entliehene Bezeichnung „Limboville” kennzeichnet einen Ort für das Unerwünschte. Dabei greift er auf die ursprüngliche Bedeutung zurück, indem er auf einen Schwebezustand in der Geisterwelt anspielt. In ihr herrscht zwar der Verlust der Erkenntnis, aber zugleich eine reine, natürliche Glückseligkeit. Durch die Moderne wurde das mystische „Limboville” entzaubert, aber der Mensch hat sich im Gegenzug ein reales und funktionales erbaut.
www.kathrin-tschirner.com

„Am Strand”
Matthias Walendy
Eine Definition von Glück ist für viele Menschen ein kurzes Zeitfenster im Jahr: der Urlaub. Die Arbeit zeigt Menschen in ihrer Freizeit am Meer. Ein Luxus der westlichen Welt ist es, dabei Nahrung zu suchen, die sie nicht unbedingt brauchen. Die Tätigkeit und das damit verbundene Erfolgserlebnis erzeugen Glücksgefühle.
matthiaswalendy.de

„Natur vierter Art”
Sarah Strassmann
Was hat auf diesen Flächen einst stattgefunden, wie viel der Vorgeschichte und damit auch der zivilisatorischen Hinterlassenschaften bleiben im Dunkeln? Wann schlägt Kulturland in Naturgebiet um und wie bestimmt sich die Sichtbarkeit dieses Verhältnisses? Der schmale Grat zwischen An- und Abwesenheit, zwischen Sicht- und Unsichtbarkeit, ist nicht nur mit aller Unschärfe bestimmbar, sondern birgt zugleich auch höchst verunsicherndes Potential.
www.sarah-strassmann-fotografie.de

„Goldene Zeiten”
Solveig Faust
Gold ist die Seelenfarbe des Menschen. In Märchen gilt es als symbolisches Ziel im Streben nach Glück. Die fotografische Arbeit „Goldene Zeiten” setzt die verschiedenen Sinnbilder miteinander in Beziehung. Die Vorstellung , dass Gold und Wohlstand mit Glück gleichzusetzen sind, endet oft im Gegenteil. Es bleibt die Gewissheit, dass jeder sein Glück selbst finden muss.
www.solveigfaust.de

9. Dez 2017 — 11. Feb 2018
Vernissage: Freitag, 8. Dez, 19h

Kochhannstraße 14, 10249 Berlin
[Friedrichshain | Friedrichshain-Kreuzberg]

Öffnungszeiten: Sa & So 15-18h

Eintritt frei

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